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minimalistisch reisen

Malta

In den letzten Wochen war es hier auch deswegen so still, weil ich verreist war. Das Reiseziel war die Mittelmeerinsel Malta.
Bereits im Vorfeld fand ich es spannend, mir Gedanken über mein Reisegepäck zu machen. Das ich nur wenig brauchen würde, war mir klar, aber mit wie wenig ich wirklich reisen könnte, war eine interessante Frage.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

all die Gedanken, Experimente und Erfahrungen der letzten Jahre hätte ich nicht ohne die vielen Blogs und Artikel zum Thema Minimalismus gemacht. Jeder dieser Texte und jeder Kommentar in all den Blogs ist dabei ein neuer Gedankenschupser, für den ich unendlich dankbar bin. Deshalb freue ich mich sehr auf das kommende Wochenende.

Am Sonntag, den 21.10. werden wir, die Autoren hinter Frau Ding Dongs Leben, Minimalismus leben, finsland und wahrscheinlich auch Zen Monkey, uns um 11 Uhr im Kölner Cafe Feynsinn treffen. Dazu möchte ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, ebenfalls herzlich einladen.

Urlaubserinnerungen

Eines der nachhaltigsten Eindrücke, die ich im Urlaub sammle, stammt von den gemieteten Zimmern, Ferienwohnungen oder Häusern, in denen ich in dieser Zeit wohne. Ich persönlich ziehe ein schlichtes Zimmer gehobeneren Hotels vor. Deshalb übernachtete ich auch, in den letzten beiden Wochen, in einem kleinen, einfachen Ferienhaus in Nieuwpoort, Beligen und einem Privatzimmer in München. Beide Übernachtungsmöglichkeiten hatten etwas für sich.

Sandwich

Die Hälfte meines Urlaubs ist rum und ich bin, nach fünf Tagen Belgien, wieder im Lande. Gesammelt wurden sehr viele Eindrücke und Gedanken, die ich erst einmal sortieren muss.

Eine Entdeckung möchte ich aber jetzt schon teilen. Wer schon einmal in Belgien war, wird viele Sandwich-Läden gesehen haben. In den größeren Städten gibt es auch die Sandwich-Kette „EXKI“ an jeder Ecke. Und was soll ich sagen? Ich habe diese Sandwichs lieben gelernt. Bis vor ein paar Tagen habe ich nicht gewusst, wie gut ein Brot oder Baguette ohne Wurst oder Fleisch schmecken kann. Zwar wusste ich nicht immer, was ich grade gegessen habe, weil ich die kleinen Schildchen mit den Zutaten nicht immer übersetzen konnte, aber geschmeckt haben mir die meisten Kreationen. Und zwar so gut, dass ich später sogar von den sagenhaften Fritten und Kip Corn (Hähnchenfrikandel) die Finger gelassen habe.

Souvenirs

Was haben all die von Touristen überrannten Sehenswürdigkeiten und Ferienorte gemeinsam?
Nun, ganz einfach: Überall gibt es Souvenirshops. Überall werden wir als Reisende dazu angehalten, uns mit Andenken für uns selbst und Mitbringsel für die Daheimgebliebenen auszustatten. Dazu haben sich die vielen kleinen Läden mit, meiner Meinung nach, Krimskrams an den vielen schönen Orten dieser Welt etabliert.
Der Königssee ist ein klassisches Beispiel, welches sich sogar im eigenen Land finden lässt. Um überhaupt an den See zu gelangen, muss man sich durch eine ganze Straße mit unzähligen kleinen Buden, Boutiquen, Restaurants und Cafés quälen, in denen es alles gibt, was einen an diesen Urlaub erinnern soll.
Dabei ist der Gedanke, sich in einem solchen Shop mit einem Erinnerungsstück zu versehen, doch eigentlich längst überholt. Ich kann mir gut vorstellen, dass es vor etlichen Jahrzehnten, solche Erinnerungsstücke noch sinnvoll waren, in Form von Postkarten mit Ortsmotiven beispielsweise. Dazu kommt, dass man in nahezu jedem Ort die gleichen Dinge kaufen kann, die sich nur noch in der Aufschrift des Ortes an den sie erinnern sollen unterscheiden.

Schlichtheit im Urlaub

Es war hier, schon am Anfang, ein bisschen ruhig. Das liegt weder an Unlust noch an mangelnden Gedanken. Ich bin im Urlaub und nach einer Woche auch endlich seelisch angekommen.
Wie in jedem Urlaub, den ich nicht in den heimischen Gefilden verbringe, fasziniert mich immer wieder ein Gedanke: Wie wenig man doch wirklich zu einem glückseligen Leben braucht.
Am liebsten habe ich ein Hotelzimmer, welches ich nur für einige Tage bewohne. Ich mag diese Schlichtheit, die Konzentration auf das Wesentliche und die minimalistische Klarheit. Wobei jedes Hotel seine ganz eigne Definition haben kann.
Das Gleiche, nur in groß, bildet die Ferienwohnung ab. Im ersten Moment, in dem ich eine solche Wohnung betrete, ist sie ein unbeschriebenes Blatt. Alles ist im entstehen begriffen: Wie fülle ich den Kleiderschrank und den Kühlschrank? Wie stelle ich die Stühle und den Tisch auf dem Balkon? Wo richte ich mir meine „Schreibecke“ ein? Ich entscheide alles von Grund auf neu. Ein kleiner Neuanfang.
Interessant finde ich aber vor allem das Gepäck, mit dem man reist. Viele Menschen meinen auch im Urlaub auf nichts verzichten zu können und schleppen alles mit, was sie meine, irgendwann einmal gebrauchen zu können. Ich muss zugeben, bei mir ist es in Ansätzen auch noch so. Allerdings spielt bei mir immer noch dieses schreckliche Vorsichtsdenken eine Rolle. Ich habe noch für jeden Tag T-Shirts mitgenommen, allerdings sehe ich es jetzt als so eine Art Test. Viel viel brauche ich wirklich und was hätte ich mir sparen können? Kann ich meine Sachen teilweise hier vor Ort waschen ohne, dass es in Stress ausartet? Brauche ich wirklich all dieses technische Spielzeug?
Zu vielen Dingen kann ich nun beruhigt „nein“ sagen und sie bei der nächsten Reise Zuhause lassen. Und T-Shirts habe ich in den letzten Tagen hier gewaschen. Und mich wunderte es, wie viel Spaß die Handwäsche machen kann.

Natur

Gestern bin ich zum zweiten Mal innerhalb einer Woche nach Altena gefahren, um mich dort auf meinem Urlaub in den Alpen vorzubereiten und die Beine auf die Berge einzustellen. Mit Sicherheit kann man die beiden Areale von Ihren Anforderungen nicht miteinander vergleichen, aber ich bin überrascht, dass wir nahe des Ruhegebiets ein zumindest dem Schwarzwald ähnelndes Gebiet haben. Das Wetter war an beiden Tagen zwar nicht so, wie es sich ein normaler Mensch für eine solche Wandertour wünschen würde, aber ich fand es angenehm, nicht unter praller Sonne laufen zu müssen.