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Minimalismus – nur eine romantische Vorstellung?

by Thomas Griesbeck / unsplash.com

In unregelmäßigen Abständen schaue ich mir gerne die Dokumentationen in der ARD-Mediathek an. Weil es so schön einfach, senderübergreifend und kostenlos ist. Die ARD bietet auch immer mal wieder Dokus an, die sich direkt oder indirekt mit dem Minimalismus auseinandersetzen. Zuletzt waren vor allem zwei Dokus, die mich besonders nachdenklich zurückgelassen haben:

Beide Dokus zeigen ein alternative Wohnkonzepte auf, die mich im tiefsten Ruhrgebiet ein bisschen wehmütig stimmen. Auch, wenn diese Konzepte immer noch ein Stück von Thoreaus „Walden“ entfernt sind, so wecken sie doch in mit die Sehnsucht nach einem Leben, welches näher an der Natur befindet.

minimalistisches Wohnzimmer

Im zweiten Teil der Artikelserie über minimalirisches Wohnen, möchte ich mich heute mit dem Wohnzimmer beschäftigen. Dabei weiß ich natürlich, dass viele auch kein gesondertes Wohnzimmer haben, sondern nur einen Teil des Raumes dafür nutzen. Die hier beschriebenen Tipps sollen aber sowohl für ganze Zimmer als auch nur für einen Teilraum gelten.

minimalistisches Badezimmer

Blick in mein Badezimmer

Blick in mein Badezimmer

Der Herbst ist da. Und wir muggeln uns wieder in unsere Wohnungen ein und machen es uns bequem. Viele praktizieren den Frühjahrsputz. Im Gegenzug habe ich das Herbstausmisten etabliert.

In den kommenden Wochen möchte ich mich jeden Montag mit einem spezifischen Teil der Wohnung auseinander setzen. Dabei möchte ich zeigen, wie wir minimalistischer Wohnen können, ohne uns dabei auf nur 100 Teile reduzieren zu müssen. Exemplarisch werde ich dabei auch ein paar Einblicke in meine Wohnung geben. Dabei wirst du sehen, dass man auch mit mehr als 100 Gegenständen durchaus einfach leben kann. Anfangen möchte ich heute mit dem Badezimmer.

Lebe ich wirklich dort, wo ich leben will?

by dorena-wm /flickr.com

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Immer wieder denken wir über die Dinge und Verhältnisse in unserem Leben nach. Wohin wir in den Urlaub fahren sollen, wie wir uns ernähren, ob ich wirklich ein Auto brauche und vieles mehr?
Auffällig ist aber, dass die meisten Menschen sich nie so richtig Gedanken über den Ort machen, an dem sie leben. Es ist einfach, wie es ist.

8. Türchen: Ausmistaktionen

AdventskalenerlogoTja… Wie ich dieses Jahr mit dem Ausmisten voran gekommen bin, hatte ich ja schon in den letzten Tagen erwähnt. Vor einem Jahr war ich auf dem Minimum, aber mittlerweile haben sich wieder hier und da ein paar Teile eingeschlichen…

Deswegen wird der Urlaub auch dafür genutzt mal wieder durch alle Zimmer und den Keller zu gehen und mir mal wieder alle Teile anzuschauen, die ich besitze:

  • – Brauche ich dieses Teil wirklich?
  • – Wann habe ich es das letzte Mal benutzt?
  • – Bereichert dieses Teil noch mein Leben?
  • – Oder hat es sich schon überholt?

tabula rasa

Vor einigen Wochen habe ich hier über mein Sperrgut berichtet.
Das Thema hat mich auch wegen der vielen tollen Kommentare nicht losgelassen. Und so habe ich mich in der Zwischenzeit an all diese Dinge herangewagt.

Der Text zum Thema verkaufen kam nicht von ungefähr. Ich habe mich just zu diesem Zeitpunkt genau damit befasst. Alles, was nicht niet- und nagelfest war, habe ich in einer dreitägigen Hau-Ruck-Aktion auf den entsprechenden Internetportalen zum Verkauf eingestellt. Über zwei Wochen sah mich der Mitarbeiter meines bevorzugten Versandunternehmens fast täglich. Es verschwanden unter anderem ein Sessel eines bekannten Möbelhauses, viele Computerspiele und Bücher, meine Fotokameras (warum ich davon noch mehrere besaß…keine Ahnung…), Unterhaltungselektronik und mein alter Laptop.
Zudem habe ich meine Schubladen und Schränke nochmals durchforstet. Dabei ist auch viel zusammengekommen, was seinen Weg in die Verwertung gefunden hat. Allem voran eine riesiger Haufen Kabel.

Sperrgut

Seit über zwei Jahren verkleinere ich mich nun regelmäßig. Und wie das nun mal so ist, habe auch ich mit den kleinen Dingen angefangen. Das Meiste ist schon lange aus meinem Leben verschwunden. Und die Dinge, die noch da sind, sind groß.
Mit groß meine ich nicht unbedingt die reine Größe, sondern auch das Gewicht, den finanziellen Wert sowie auch den ganz persönlichen Wert der einzelnen Gegenstände. Es wird immer schwieriger diese Dinge loszuwerden, sei es logistisch oder mental.
In meinem Fall sind es beispielsweise Möbel, die ich einfach nicht loskriege, die aber auch nicht auf den Sperrmüll werfen möchte. Oder es sind teurer Gegenstände, wie ein altes Notebook. Grade bei elektronischen Geräten habe ich immer eine leichte Hemmung, diese zu verkaufen, weil der Aufwand und der evtl. mit dem Verkauf verbundene Ärger (Versandverluste oder Unstimmigkeiten), im Vergleich zum meisten Kleinvieh, viel höher ist.
Aber auch wenn die Überwindung groß ist, so habe ich mir aktuell die Zeit genommen und mich an genau diese Sachen heran gewagt.

20 Minuten

Auch wenn die Schränke leer sind, so heißt das nicht, dass meine Wohnung aufgeräumt wäre. Leider. Das ganze Thema Hausarbeit macht mir weder Spaß, noch taugt es als Achtsamkeitsübung. Einzig die Podcast und Hörbücher die ich dabei höre, lenken mich davon ab.

Um mich dennoch ein bisschen mit der ungeliebten Tätigkeit zu beschäftigen, wende ich in den letzten Wochen erfolgreich einen kleinen Trick an:
Ich stelle eine Eieruhr auf 20 Minuten und in diesen Minuten kümmere ich mich um die angefallenen Arbeiten: spülen, Wäsche wachsen, saugen, Schreibtisch leeren, etc.. Zwar schweife ich auch da oft ab, aber das Ticken der Eieruhr bringt mich dann meist schnell zurück in die aktuelle Tätigkeit. Sowas kann ein Handytimer nicht vollbringen.

Die Dinge geregelt haben

Vor einigen Wochen merkte ich einen leichten Schmerz an meinem Steißbein. Dieser wurde über die nächsten Tage immer schlimmer, sodass ich kaum mehr laufen konnte. Kurz darauf folgte die Notaufnahme und einen Tag später die Operation.

So wurde ich von einem auf den anderen Tag aus meinem Alltag gerissen. Und sowohl am Arbeitsplatz, als auch in den eigenen vier Wänden gab es so vieles zu regeln und erledigen. Die Schmutzwäsche hatte ich einige Tage liegen lassen, aufgeräumt war es trotz der schon gut ausgemisteten Wohnung auch nicht. Es gab Sachen aus der Bücherei, die hätten zurückgebracht werden müssen. Post galt es zu bearbeiten und noch viel mehr Alltagskram war zu erledigen. Kurz, vieles war nicht geregelt.