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Seit nun mittlerweile drei Jahren schreibe auf diesem Blog über Minimalismus und ein einfacheres Leben. Dabei sind bis zum heutigen Tag 100 Posts zusammengekommen. Und es sind viele Ideen, Aktionen und Sichtweisen in die einzelnen Texten eingeflossen.

Da sich aber nun mal fast niemand die Mühe macht, einen Blog von Anfang an zu lesen, habe ich mich in den letzten Wochen einmal hingesetzt und alle wichtigen Artikel in einem eBook zusammengefasst. Denn so gut ein Blog auch durch das Abonnieren des RSS-Feeds für die regelmäßige Verbreitung von Texten gut ist, so unhandlich ist das Nachlesen von Anfang an. Auch haben sich viele Texte im Laufe der Zeit überholt oder sind nicht mehr allzu relevant.

Veränderungen

Jetzt war es schon wieder fast einen Monat ruhig hier im Blog. Alles ungeplant. Aber die letzten Wochen waren für mich sehr turbulent und aufwühlend, im positiven Sinne. Es gab einige Veränderungen in meinem Leben, die für mich sehr neu sind und erstmal in mein Lebenskonzept intrigiert werden wollen. Meine Blickwinkel hat sich verändert und ich diese Veränderung muss erstmal bedacht werden. Deswegen kann es sein, dass es hier auch noch ein paar Tage ruhiger zugehen wird.

Aber ich bin noch da und natürlich auch beim Minimalismustreffen in Hamburg dabei.

Dies nur mal kurz zwischen gerufen.

Zitat

“Ziel der Werbung ist es, den Betrachter ein klein wenig unzufrieden mit seinem gegenwärtigen Leben zu machen. Nicht mit dem Leben der Gesellschaft insgesamt, sondern mit seinem eigenen. Sie unterstellt, dass der Betrachter ein besseres Dasein haben wird, wenn er erwirbt, was sie anbietet. Sie zeigt ihm eine verbesserte Alternative zu dem, was er ist …

Jede Werbung arbeitet mit Ängsten. Die Summe von allem ist Geld, und Geld zu bekommen heißt, die Ängste zu überwinden. Andersherum betrachtet: Die Werbung spielt mit der Angst, dass man nichts ist, wenn man nichts hat.”

Work Hard – Play Hard

Durch einen Tipp bin ich vor einiger Zeit auf eine sehr empfehlenswerte Dokumentation aufmerksam geworden, auf die ich hier nur kurz, ohne Review und ohne Wertung hinweisen möchte.
Work Hard – Play Hard* ist eine Dokumentation von Carmen Losmann über das moderne Arbeitsleben.
Ich empfehle nichts vorher über diese Doku zu lesen, und sich selbst und seine Gedanken und Gefühle während des anschauens unvoreingenommen zu beobachten.

Zitat

„Wir müssen uns entscheiden, damit fängt alle Pädagogik an. Wollen wir eine Homepage-Öffentlichkeit, in der jeder sich an jeden wendet und sich in die Folgelosigkeit einübt, in das Nicht-verantworten-Müssen dessen, was man in die Welt gesetzt hat? Wollen wir die ständige Beschleunigung, die fortgesetzte Entsinnlichung, die Preisgabe der Unmittelbarkeit, multa statt multum? Wollen wir digitale Vernetzung mit mehr Unbekannten statt Verbindung und Auseinandersetzung mit denen, die uns angehen und die wir angehen? Wollen wir das … Untergehen der Aufmerksamkeit im großen Geräusch und der ständigen Überblendung? Wollen wir die Zunahme von Schein, die Verdrängung der erfahrbaren Wirklichkeit durch die virtuelle, des Kostbaren und Widerständigen durch das Verfügbare und Geläufige … Mit diesen weder rhetorischen noch ironischen Fragen sind nicht die neuen Medien angeklagt, sondern unsere Willenlosigkeit, unser Zauberlehrlingsübermut, unser Opportunismus und unsere in ihm gründende Unfähigkeit zu erziehen?“

Es sich leisten können

Viele schnelle Käufe werden unüberlegt getätig. Darauf zielt Werbung im Allgemeinen und das Verpackungsdesign im Kaufhaus im Speziellen ab. Wir sollen zum Kauf verführt werden. Soweit nichts wirklich neues.
In den letzten Woche ist mir, unterwegs in den Einkaufsstraßen mit ihren vielen Geschäften, immer wieder eine Phrase durch den Kopf gesprungen, die zentral für einen Spontankauf ist.

Warum eigentlich nicht? Eigentlich kann ich es mir ja leisten.“

Die Datenfresser

Gestern wurde ein Urteil des Landgerichts Frankfurt an mich herangetragen, welches darauf abziehlt, dass ich als Webseitenbetreiber auf sämtliche Trackingmaßnahmen explizit hinweisen muss. Tracking heißt für diese Seite und die meisten anderen Blogs, aus reinem interesse die Besucherzahlen zu messen. Um dies nun weiter rechtmäßig tun zu dürfen, würde ein Hinweis im Impressum dazu nicht mehr ausrechen. Ich hätte nun die Möglichkeit auf der Startseite präsent darauf hinzuweisen oder meine Leser mit einem Pop-Up-Fenster zu belästigen. Beides will ich nicht, denn es würde die Optik bzw. die Einfachheit dieser Webseite beschädigen, wie ich finde. Also habe ich das von mir selbst betriebene Tool „Piwik“ aus dieser Seite entfernt. Piwik ist im Vergleich zu anderen Trackingtools deshalb besonders freundlich, weil die anonymisiert erhobenen Daten auf der eigenen Seite, alos dem eigene Server verbleiben und nicht wie üblich an Google & Co. übermittel werden, wo niemand weiß, was noch alles mit den Daten angestellt wird. Naja…

minimalistisch reisen

Malta

In den letzten Wochen war es hier auch deswegen so still, weil ich verreist war. Das Reiseziel war die Mittelmeerinsel Malta.
Bereits im Vorfeld fand ich es spannend, mir Gedanken über mein Reisegepäck zu machen. Das ich nur wenig brauchen würde, war mir klar, aber mit wie wenig ich wirklich reisen könnte, war eine interessante Frage.

Streckung des Genuss

Ich weiß leider nicht mehr genau wo ich über diesen Gedanken gestoßen bin, aber er hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich glaube, es war in einem Podcast und er stammt von Niko Paech.

Es ging darum, den Genuss an, mit oder durch etwas zu strecken, indem man sein Bedürfnis danach nicht sofort befriedigt, sondern die Befriedigung auf- und herausschiebt.