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Privatsphäre vs. Bequemlichkeit

Durch die ZDF-Doku „Manipuliert“, in der Sascha Lobo aufzeigt, wie uns Inhalte im Internet „manipulieren“, bin ich auf das Thema Datenschutz und Privatsphäre gekommen.
Wir wissen spätestens nach den Enthüllungen von Edward Snowden, wie wir und unsere Daten ausspioniert werden. Nachdem wir aber fassungslos diese Fakten aufgenommen und verarbeitet haben, passierte nicht wirklich etwas in unseren Köpfen. Das Datensammeln geht unvermindert weiter und es werden jeden Tag mehr Daten eroben und verarbeitet. Wir scheinen dies als unveränderlich hingenommen zu haben.
Denn anders kann ich es mir nicht erklären, warum wir, mich eingeschlossen, so leichtsinnig, vor allem aber freiwillig Daten über uns und unser Verhalten an private Unternehmen weitergeben.

Warum wir nicht mehr, sondern weniger Apps brauchen…

In der vergangenen Woche zeigte Apple auf der WWDC einen kleinen Imagefilm für deren Appentwicklung. In dem Video zieht ein neuer Mitarbeiter von Apple den Stecker einer Serverfarm, was zur Folge hat, dass sämtliche Apps auf den Smartphones gelöscht werden. Die Folge ist eine Apokalypse. Da das Video nur 3 Minuten geht, habe ich es einmal in diesen Beitrag eingefügt.

Der kleine Film zeigt als Folge einer „Appokalypse“, wie die Menschheit ohne Apps und Smartphones im Chaos versinkt:

Wie man die wirklich eigenen Wünsche und dahinterliegende Motive erkennt

Seit Jahren habe ich den Wunsch, in eine bestimmte Region Deutschland zu ziehen. Nach zwei gescheiterten Versuchen in den letzten beiden Jahren nehme ich aktuell wieder einmal einen Anlauf.

Warum ist dieses Vorhaben für mich so schwierig?

Nun… Ich habe mir eine Region ausgesucht, die ziemlich genau 800km von meinem jetzigen Wohnort entfernt liegt. Warum genau dort? Einfach weil ich mit diesem Ort ein Lebensgefühl und eine bestimmte Lebensweise verbinde, die ich hier im Ruhrgebiet nicht wirklich umsetzen kann. Ich will näher an und mit der Natur wohnen und leben, dabei aber nicht auf „die Zivilisation“, also eine größere Stadt, verzichten. Schon oft habe ich davon geschwärmt, wie toll ich die Vorstellung von einer kleinen Hütte auf einem Berg oder, a la Thoreau, im Wald finde. Dabei glaube ich aber nicht, dass diese romantische Vorstellung in der Realität genauso erquickend wäre, wie ich es mir in schönen Bildern ausmalen kann…

Warum weniger Optionen mehr Glück bedeutet…

by DaRio Valenzuela / unsplash.com

Wir streben nach immer mehr! Die Wirtschaft ist nur mit ständigem Wachstum zufrieden. Und wir haben uns in den letzten Jahrzehnten fleißig diesem Dogma angepasst.
Immer muss es mehr sein. Vor allem aber wollen wir mehr Auswahlmöglichkeiten. Der Supermarkt hat nur eine Sorte Joghurt im Angebot? Dann gehen wir doch lieber in den anderen, in dem es fünf gibt. Oder als Kind hatte ich nur wenige Hörspielkassetten und hörte diese immer wieder. Heute habe ich gleich 186 Folgen der drei Fragezeichen* auf meinem MP3-Player.

Warum ich wenig will, aber so viel brauche…

Vor einiger Zeit habe ich ein Bild auf meiner Facebookseite gepostet. Auf diesem war der folgender Spruch zu lesen:

„Das Dilemma eine Minimalisten: Ich will wenig, aber brauche so viel…“

Bisher habe ich festgestellt, dass solche Bilder immer mit einem kleinen, zustimmenden Nicken schnell weitergescrollt werden. Der Spruch löste aber, zu meiner Verwunderung, einige Nachfragen aus. Ob es denn nicht umgekehrt sei?

Brauchen wir nicht eher wenig, aber wollen so vieles?

Natürlich ist das so!

Richtig ausmisten – Wie geht das eigentlich?

by Adriano Makoto Suzuki / flickr.com

Auf dem Minimalismus-Stammtisch letzten Samstag in Essen wurde ich gefragt, wie man denn am Besten mit dem Ausmisten anfangen kann. Und da ich grade selbst mal wieder ein Ausmistwelle erlebe, möchte ich mein Vorgehen in diesem Artikel so kurz wie möglich zusammenfassen.

Bei mir fängt es meist mit einem leichten Unwohlsein an. Wenn mir etwas zu viel wird, merke ich es mittlerweile ziemlich schnell. Und auch wenn ich mich seit Jahren mit dem Minimalismus beschäftige, heißt das nicht, dass sich bei mir nie Dinge ansammeln, die nicht mehr benötigt werden. So haben sich über die letzten Jahre hinweg wieder ein paar Dinge angesammelt, die weg können: Ein paar Bücher, Videospiele, Kleinkram aus meiner „Schrömmelschublade“ und meinem kleinen Vorratsschränkchen und so weiter…

Das Bücherregal ist wieder da!

by Roman Mager / unsplash.com

In den letzten Tagen habe ich mal wieder ein bisschen an an diesem Blog gearbeitet.

Vor allem freut es mich, dass endlich wieder sehr beliebter Teil dieser Seite online ist:

Das Bücherregal!

Der ein oder andere kann sich vielleicht erinnern, dass es dieses virtuelle Bücheregal bereits bis Anfang 2015 in meinem Blog zu finden gaben. Ich habe viele Mails bekommen, wo es den abgeblieben ist. Nun ist es wieder da!

Alle dort aufgeführten Bücher habe ich selbst gelesen und kann diese für den am Minimalismus interessierten Leser sehr empfehlen. Es finden sich dort aber auch Bücher aus verwandten Bereichen, deren Lektüre sehr zu empfehlen ist.

Wie soziale Netzwerke unterschwellig zum Konsum auffordern

by Mark Kens / flickr.com

Nicht kaufen, nicht konsumieren ist verdammt schwierig! In unser Gesellschaft werden wir nicht nur durch Werbung, sondern vor allem durch den sozialen Vergleich zum Kaufen angeregt.
Soziale Netzwerke sind dabei in meinen Augen die größten Konsumverführer. Denn sie präsentieren uns geschickt immer wieder Kaufanreize, die als harmlose Empfehlungen von „Freunden“ getarnt daherkommen.

gelesen: „Digitale Depression – Wie neue Medien unser Glücksempfinden verändern“

Bei einem meiner letzten Besuche der örtlichen Bücherei viel mir in dem Regal der Neuerscheinungen das Buch „Digitale Depression – Wie neue Medien unser Glücksempfinden verändern“ von Sarah Diefenbach und Daniel Ullrich* auf. Und natürlich habe ich es direkt mitgenommen.

Das Thema Smartphonenutzung und auch das Internet als solches waren ja bereits öfter Themen dieses Blogs. Und das all die neuen Möglichkeiten die uns diese Technologien eröffnen nicht immer nur positiven Nutzen bringen dürften auch jedem bekannt sein. Grade deswegen fand ich das Thema des Buches sehr interessant.

Minimalismus – nur eine romantische Vorstellung?

by Thomas Griesbeck / unsplash.com

In unregelmäßigen Abständen schaue ich mir gerne die Dokumentationen in der ARD-Mediathek an. Weil es so schön einfach, senderübergreifend und kostenlos ist. Die ARD bietet auch immer mal wieder Dokus an, die sich direkt oder indirekt mit dem Minimalismus auseinandersetzen. Zuletzt waren vor allem zwei Dokus, die mich besonders nachdenklich zurückgelassen haben:

Beide Dokus zeigen ein alternative Wohnkonzepte auf, die mich im tiefsten Ruhrgebiet ein bisschen wehmütig stimmen. Auch, wenn diese Konzepte immer noch ein Stück von Thoreaus „Walden“ entfernt sind, so wecken sie doch in mit die Sehnsucht nach einem Leben, welches näher an der Natur befindet.