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Smartphonenutzung – Wie ich mehr Ruhe trotz Smartphone habe

Nachdem ich an einem Samstagmorgen wach werde, greife ich als Erstes zu meinem Smartphone. Einfach um zu schauen, zu welcher Uhrzeit ich grade wach geworden bin. Oft lachten mich dann schon unzählige Benachrichtigungen an. WhatsApp, Facebook und Co. wollten meine Aufmerksamkeit.

Aber muss das sein?

Muss ich bei jeder Benachrichtigung direkt auf mein Handy schauen, weil mich das Vibrieren dazu verleitet? Eigentlich ja nicht. Eigentlich. Aber der vertraute Ton des Vibrationsmotors ließ mich viel zu oft meine Tätigkeit unterbrechen und auf’s Handy schauen.
Vor etwa einem Monat reichte es mir und ich wollte daran etwas verändern. Nachdem ich mehrfach beim Lesen einen Abschnitt neu beginnen musste, weil mich eine Benachrichtigung aus dem Lesefluss gezogen hatte, beschloss ich, mir erstmal einen Überblick zu verschaffen, wie ich überhaupt mein Handy nutze. Ohne es zu wissen, machte ich so den ersten Schritt hin zu einer ruhigen Smartphonennutzung.

Meine Smartphonenutzung

Ich installierte mir die Android-App „Quality Time“. Diese sollte von nun an meine Nutzung überwachen und aufzeichnen, wie lange ich welche App wann nutze. Das klappe auch erstaunlich gut.
Und zu meinem Erschrecken nutze ich das Handy ziemlich oft. Ich kam auf bis zu zwei Stunden Handnutzung am Tag. Dabei ist unangefochtene Nummer-Eins-App WhatsApp, mit fast drei Stunden Nutzung in der Woche. Gefolgt vom Browser und eMailclinet des Handys sowie meiner Twitterapp. Die Apps nutze ich jeweils ca. eine Stunde am Tag.
Interessant ist auch noch die Anzahl der Bildschirmeinschaltungen. Diese lagen in der Anfangszeit bei ca. 80 Einschaltungen am Tag. Dies wurde aber mit der Zeit weniger. Einfach deshalb, weil ich mehr darauf achtete und mich zwischendurch fragte, ob ich denn nun wirklich das Handy einschalten müsse.

Nutzung nebenher

Nun ist es nicht so, dass ich das Smartphone zwei Stunden am Tag mit voller Konzentration nutzen würde. Die Nutzung geschieht mehr nebenher. Das lässt sich auch an der Anzahl der Appaufrufe sehen. WhatsApp habe ich in Spitzenzeiten im Durchschnitt 60-mal am Tag aufgerufen. So komme ich auf eine durchschnittliche Nutzung der App von ca. 30 Sekunden pro Aufruf. Also schnell eine Nachricht gelesen, geantwortet und wieder ausgeschalten.
Aber mit der Beobachtung durch die App steigerte sich auch meine normale Aufmerksamkeit. Vor allem viel mir, wie schon oben beschrieben auf, dass mich die Benachrichtigungen immer wieder aus der Tätigkeit herauszogen, mit der ich grade eigentlich beschäftigt war. Und das wollte ich nicht mehr. Also, was tun?

Die Lösung: lautlos

Da ich das Bimmeln eines Handys gar nicht ab kann, hatte ich meines eh immer nur auf Vibrationsalarm gestellt. Aber diesen hörte ich nun mal auch, was mich dann ablenkte. So kam ich auf die Idee, es einmal mit der kompletten Stummschaltung zu versuchen. Und das war eine echte Befreiung.
In den ersten Stunden hatte ich zwar das Gefühl, etwas zu verpassen. Aber das legte sich schnell und ich lernte die Vorzüge kennen. Nun wurde ich bei meinen Tätigkeiten nicht mehr unterbrochen und herausgerissen. Beim Lesen konnte ich mich viel besser konzentrieren. Auch vergass ich so, auf mein Smartphone zu schauen.
An der täglichen Nutzungszeit änderte sich zwar nichts, aber dafür halbierten sie die Bildschirmeinschaltungen.

Benachrichtigungen abschalten

Nun wollte ich nur noch die Benachrichtigungen einiger Apps loswerden, die seit Android 5, auch im Lockscreen angezeigt werden. Eigentlich eine tolle Sache. Nur bei jeder unwichtigen eMail erschien dort eine Benachrichtigung und das wollte ich einfach nicht. Deswegen stelle ich die Benachrichtigungen für viele Apps einfach aus. Grade bei den eMails war dies befreiend. Jetzt muss ich gezielt dran denken, meine Mails abzurufen. Dies verringerte die Zeit, die ich mit meinem Mails verbrachte.

Fast komplett Abschalten

Ich nutze mein Telefon nicht nur für WhatsApp und Co.. Meine Telefon ist für mich vor allem ein Ersatz für den guten alten iPod geworden. Podcasts, Hörbücher und Musik spiele ich damit sehr häufig ab. Schon allein das ist ein Grund, das Telefon nicht komplett auszuschalten. Trotzdem möchte ich ab und zu eine Zeit lang ruhe vor meinem Smartphone gaben. Ich könnte das Telefon in den Flugzeugmodus versetzen und somit alle Verbindungen trennen. Dies lässt mich aber weiterhin die vielen Apps offline nutzen.
Also musste auch hierfür eine App her. Diese nennt sich „(Offtime)“ und beendet nicht nur die Verbindungen, sondern blockiert auch das Telefon, so wie man es sich wünscht.
Bei mir sieht das so aus: Wenn ich eine Offtime habe will, dann wähle ich die Dauer aus und starte die Zeit. Die App zeigt mir nun einen Screen, auf dem ich nicht viel mehr machen kann, als einen Anruf zu tätigen und zurück auf den Homescreen zu gelangen. Interessant ist, dass ich auch einstellen kann, dass ich in der Offtime keine anderen Programme starten kann. Bei dem Versuch eine andere App zu starten, wird der Start abgebrochen und die App weißt mich darauf hin, dass ich es doch ein bisschen ruhiger angehen soll.
Ich kann aber auch Ausnahmen definieren. Das ist bei mir der Wecker sowie meine Podcast-, Hörbuch- und Musikapp. Mehr darf ich in der Zeit nicht öffnen.
Natürlich lässt sich dieser Offmodus auch abbrechen. Aber in der Standardeinstellung muss ich mindestens eine Minute warten, bis ich wieder „Online“ bin. Das nervt und in einer Minute überlege ich es mir mehrfach, ob ich denn Offmodus wirklich abbrechen will.
Netter Zusatz: Am Ende der Offtime wird mir eine Zusammenfassung angezeigt, was in dieser alles passiert ist bzw. was ich verpasst habe.
Zugegeben: Diesen Offmodus nutze ich nicht oft. Aber interessant ist er trotzdem. Grade, wenn ich einmal ein bisschen Ruhe haben will.

Fazit

Was hat mir nun all dieses rumprobieren gebracht? Ich nutze nun mein Smartphone weniger und habe mehr Ruhe dadurch, dass das Handy lautlos geschaltet ist. Verpasst habe ich bisher nichts wichtiges. Im Gegenteil: Ich habe gelernt, dass die Nachrichten, die auf dem Telefon ankommen, nicht so wichtig sind, dass ich sofort drauf reagieren müsste. So kann ich mich nun ohne Unterbrechungen dem widmen, mit dem ich grade beschäftigt bin, ohne Unterbrechungen befürchten zu müssen. Eine sehr angenehme Sache!

Wie nutzt du dein Smartphone? Hast die Tipps zum gelassenen Umgang mit dem Handy? Oder kennst du weitere Apps, die dich dabei unterstützen?

24 Kommentare

  1. Hallo Daniel. 🙂

    Vielen Dank für deinen tollen Beitrag.
    Ich habe dich gerade richtig bildlich vor Augen gehabt, wie du Samstagmorgen aufgestanden bist und genervt von deiner alltäglichen Routine warst. Great. 😀

    Ich habe vor einigen Monaten auf meinem Blog den Artikel >> Wie Du ohne Smartphone leben kannst << geschrieben.

    Daher habe ich mich (und viele andere Minimalisten) eben in deinem Beitrag wiedergefunden. Ziemlich cool!

    Ich hoffe, dass du weiterhin so coole Beiträge schreibst.

    Bis dahin alles Gute und liebe Grüße aus Berlin,
    Timo von simplify-yourself.com

    • Vielen Dank für dein Lob.
      Das Smartphone ist zu einem Gerät geworden, dass fast jedes Leben in unserer Gesellschaft verändert hat. Deswegen ist es so wichtig hinzuschauen und nach Lösungen für die mit ihm geschaffenen Probleme zu suchen. Da kann jeder Artikel zum Thema helfen. Allerdings komplett ohne ein solches Telefon zu leben finde ich (für mich und die meisten Menschen) nicht praktikabel. Denn ein Featurephone deckt heute nicht mehr die Grundfunktionen eines Handys ab, wie z.B. WhatsApp. Auf der anderen Seite sollte man sich fragen, ob wir jede auf unseren Telefonen installierte App wirklich benötigen.

    • Chris sagt

      Leben ohne Smartphone kann man sicher, die Frage ist, ob man das möchte.
      Ich persönlich möchte das einfach nicht. Das liegt zum einen daran, dass das Smartphone bei mir eine ganze Reihe anderer Geräte und Gegenstände ersetzt hat (Wecker, Kompaktknipse, Navigationsgerät, MP3 Player, Adressbuch, Notzizblock, Diktiergerät) was mir als Minimalisten natürlich sehr entgegenkommt.

      Um zum eigentlichen Thema zu kommen:
      Ich finde wie bei allem im Leben kommt es auf den richtigen Umgang an. Ich kann mir natürlich auch an den Fernseher eine Zeitschaltuhr bauen oder einfach souverän genug sein, nicht übermäßig davor zu hängen.
      BeimSmartphone sehe ich das ähnlich. Klar die Benachrichtigungen lenken ab, aber wie du schon sagst lässt sich das leicht konfigurieren.
      Ich selbst habe ein Fallobstgerät und da nutze ich zu einen den Nicht stören Modus, der mir eine ruhige Nacht verschafft aber trotzdem wichtige Anrufe durchlässt. In der Liste ist momentan nur die engste Familie gespeichert.
      Benachrichtigungen für Mails habe ich aber wichtige imap-Ordner begrenzt, aber da reicht auch oft schon ein Blick aufs Display, um zu sehen was es ist, ein Einschalten ist oft gar nicht nötig. Bei Whatsapp handhabe ich es ähnlich. Weniger wichtige Kontakte und Gruppen sind einfach stumm geschaltet. Soziale Netzwerke nutze ich überhaupt nicht mehr. FB war für mich die größte Zeitverschwendung. Seitdem ich da raus bin, habe ich deutlich weniger Smartphonenutzung.

  2. Hallo Daniel!

    Danke für den sehr interessanten Beitrag. Auch wenn ich noch immer kein Smartphone besitze, finde ich das Thema sehr spannend, da ich das Nutzungsverhalten meiner Kinder beobachten kann.

    Deshalb habe ich mir auch noch immer keines zugelegt.

    lg
    Maria

    • Also ohne Smartphone könnte ich gar nicht. Liebt aber vor allem daran, dass ich nicht so gerne stundenlang vor dem Rechner sitze. Das war vor der Erfindung des Smartphones noch so. Heute nutze ich den PC eigentlich nur noch zum Schreiben und zur Arbeit. Wobei ich auch viele Apps nutze, die mir die Arbeit erleichtern…

  3. Franz sagt

    Ich benutze mein privates Smartphone selten, gehe ich Einkaufen oder bin sonst nicht gerade den ganzen Tag unterwegs, lass ich es meistens zu Hause. Mails lese und schreibe ich grundsätzlich nur am Rechner. Privat erhalte ich auch keine Mails, die ich sofort beantworten müsste und ich schaue, dass es so bleibt. Dasselbe gilt für WhatsApp und Co. Da ist nix dringendes, was innerhalb von Stunden beantwortet werden MUSS. Da reicht es ein bis zwei Mal pro Tag nachzuschauen, was so läuft oder lief.

    Mir hilft wohl, dass ich zu einer Zeit aufgewachsen bin, wo man sich nicht mal im Traum vorstellen konnte, dass es mal ein Ding mit den Möglichkeiten eines Smartphones gibt.

    Ich weiss aber sehr wohl die Vorzüge eines Spartphons zu schätzen, vor allem beruflich nutze ich es viel häufiger und umfassender.

    • Ich kenne auch noch eine Zeit ohne Handy. Aber leider hat sich unsere Gesellschaft so verändert, dass ohne das Smartphone alles viel schwieriger geworden ist. Zudem bin ich kein Mensch, der gerne telefoniert, sondern lieber eine kurze Nachricht schreibt. Vor dem Smartphone, was das Telefon halt das Kommunikationsmittel. Ich sehe es auch heute noch, das viele ältere eher telefonieren, als die anderen Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen. Da liegt dann wohl der Unterschied…

  4. Hallo Daniel,
    ich verfolge auch eher den Ansatz die Anzahl der apps zu reduzieren. Neben den fest eingeschraubten apple apps, von denen ich nur ein paar wirklich brauche, sind es noch 13 weitere. Viele apps sind schlicht überflüssig. Ich muss nicht mehr unterwegs bei amazon sein, facebook ebenfalls nicht. Es sind nur eine Handvoll apps, die ich wirklich gerne unterwegs bzw. mobil habe. Podcast, youtube zum hören von Vorträgen, die Kamera und drei messanger. Und natürlich das Telefon selbst. Befreit habe ich mich vor allem vor der Vorstellung ich bräuchte regelmäßig ein aktuelles smartphone. Ich bin heute schon gespannt wie viele Jahre ich mein jetziges (iphone 5s) noch am Leben halten kann. Reparieren wird da ein ganz zentrales Thema werden.
    Gruß,
    Marco

    • Apps reduzieren habe ich auch schon versucht. Allerdings nutze ich das Telefon als PC-Ersatz und dann wird es mühsehlich, alles über die mobilen Webseiten zu machen. Da ist eine kleine App einfach praktischer.

  5. Neulich im Urlaub hat es mit dem Roaming nicht funktioniert. Also war ich 14 Tage praktisch von der virtuellen Welt abgeschottet. Zuerst war es ein seltsames Gefühl, doch dann habe ich es genossen. Viele Grüße Jana

    • Im Urlaub ist es auch etwas anderes als im Alltag. Allerdings reise ich zumeist allein und da bin ich ohne Mobilfunk soweit abgeschottet, dass es nicht mehr schön ist. Deswegen kaufe ich mir, wenn ich alleine reise, sofort eine örtliche Prepaid-Sim-Karte. So habe ich wenigstens ein bisschen Kontakt…

  6. Bettina sagt

    Sehr interessanter Beitrag.
    Während ich das las, kam ich mir allerdings wie ein Fossil aus einer anderen Zeit vor 😉 Ich habe kein Smartphone und bisher auch kein Verlangen danach.
    Ich wache morgens in der Früh von allein auf. Unterwegs höre ich keine Musik oder Podcasts, da ich lieber die Umgebung wahrnehme. Adressen und Notizen mag ich ganz altmodisch auf Papier.
    Ich genieße es, nicht immer erreichbar zu sein. Mein Handy ist oft tagelang nicht eingeschaltet. Freunde rufen mich eben auf dem Festnetz an oder hinterlassen eine Nachricht. Benachrichtigungen für Mails brauche ich auch nicht. Ich checke einfach mehrmals am Tag mein Postfach vom Notebook aus. Das reicht, da es Gott sei Dank nicht um Leben oder Tod geht ;-). Vielleicht klingt das alles seltsam, ist aber so.
    Noch ein wichtiger Punkt, der nicht gern gehört wird: Das eingeschaltete Smart Phone gibt permanent Strahlung ab, deren Auswirkungen noch gar nicht richtig erforscht sind.

    Irgendwie habe ich nicht den Eindruck, dass ein Smart Phone das Leben überhaupt vereinfacht. Aber vielleicht sage ich das nur, weil ich bisher noch keines hatte und keinen Vergleich habe 😉

    Viele Grüße
    Bettina

    • Das Smartphone ist im endeffekt nur ein anderer Weg, Dinge zu erledigen. Auf der Couch liegen und Mails checken oder am Schreibtisch sitzen? Das ist der Unterschied. Nur das das Smartphone klein ist und man es fast immer mit sich herum trägt. Darin liegt die Kurx. Ich denke, wenn man alles über ein Tablet machen würde, was man nicht immer mit sich herumschleppt, dann wäre es vielleicht einfacher…

  7. Hallo Daniel,

    ja ich nutze mein Handy auch sehr viel. Ich hänge ständig dran, vor allem seit mein zweiter Laptop kaputt gegangen ist. Ich checke Emails damit, empfange Nachrichten, ab und zu telefoniere ich auch damit 😉 und ich surfe damit im Interent und bearbeite mein Blog.

    Aber! Ich gewöhne mir gerade ab, immer sofort drauf zu reagieren wenn es bimmelt. Also genau das, was du auch geschrieben hast. Wenn ich ne Whatsapp Nachricht erhalte, dann bemerke ich das, aber ich lese sie nicht direkt. Ich zwinge mich teilweise dazu, aber es tut gut. Es ist einfach nicht so wichtig!

    Und im Auto lege ich es komplett weg, ich möchte nicht während des fahrens telefonieren oder Nachrichten checken „müssen.“

    Und manchmal lasse ich es für einige Stunden in der Tasche damit ich gar nicht erreichbar bin.
    Aber dennoch liegt noch viel Arbeit vor mir ,was das abgewöhnen betrifft.

    Lg

    • Im Auto gehört das Telefon auch nicht wirklich in die Hand. Wenn wirklich etwas wichtig ist, dann kann ich auch rechts ranfahren. Allerdings ist mein Telefon ebenso mein Podcastplayer. Auch im Auto. Deswegen habe ich es sowieso so viel in der Hand…

  8. Diana sagt

    Hallo Daniel, ein sehr guter beitrag von dir. Ich persönlich schalte fast immer die hintergrunddaten meines smartphones aus, und werde dadurch nicht mit „neuen whats app nachrichten, fb messenger oder fb neuigkeiten, oder emails“ benachrichtigt, sondern muss extra in diese anwendungen reingehen, um zu sehen, ob es neuigkeiten gibt. Das mache ich schon längere zeit und finde es sehr angenehm.

    • Das ist natürlich auch eine gute Idee, die aber nur bei den Androidnutzern funktioniert. Aber grade Nachrichten möchte ich schon sofort auf das Telefon geliefert bekommen, da diese für mich eher zeitkritisch sind.

  9. Ich habe meine Handy auch generell immer auf lautlos, es sei denn, ich erwarte einen dringenden Anruf…gerade am Wochenende passiert es mir ganz oft, dass ich abends ins Bett gehe und mich frage, wo denn mein Handy ist, weil ich es irgendwann am Morgen (beim Blick auf die Uhr) das letzte Mal in der Hand hatte… 😀

  10. Sehr interessanter Beitrag von einem Smartphone Nutzer!

    Wie ich mein Smartphone nutze? Gar nicht, hab mir bislang keines besorgt und Artikel wie deiner bestärken mich darin.

    Ich persönlich sehe ein Smartphone ja als „Minimalismus“-Falle. Es ist so praktisch alle Geräte in einem vereint zu haben, dass man sich nur allzu leicht davon zu einem Kauf verleiten lässt. Was das Ding dann mit einem macht wird leider nur selten hinterfragt, von der „jungen“ Generation schon gar nicht.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Wer in der „jungen Generation“ nicht so ein Gerät hat, ist sozial komplett außen vor. Das sehe ich auch bei meinen Freunden, die um die 30 sind und kein Smartphone besitzen.
      Aber das war damals nicht anders. Damals war es das Festnetztelefon, mit dem man Kontakte pflegte. Das sind heute WhatsApp und Co.. Vor allem, wenn man kein Freund vom Telefonieren ist, so wie ich.

  11. Chris sagt

    Hallo Daniel,
    ich bin eigentlich ein totales Smartphone-Opfer. Schönes Essen? Instagram. Lustiges Zitat? Twitter. 30 Sekunden Langeweile? Facebook checken.

    Vor kurzem habe ich mich allerdings daran gemacht, den Umgang mit dem (eigentlich ja recht nützlichen) Gerät zu überdenken (Es stört einfach ungemein) und habe alle Signale, Benachrichtigung und sonstigen Pushs deaktiviert. Ist schon erheblich besser geworden dadurch.

    Was mir zudem geholfen hat, war alle Social Networks, Mail-Apps und diverse Messenger einfach auf den zweiten Screen zu platzieren. Kleine Änderung mit großem Effekt. Klar weiß ich, dass ich nur nach rechts wischen müsste, um direkt wieder Zugang zu meinen Feeds zu haben. Aber mir fällt es durch diesen einen „Bruch“ leichter, die Aktion zu unterbinden und den Screen einfach wieder zu sperren. Aus den Augen, aus dem Sinn.

    Zudem versuche ich mir gerade anzugewöhnen, mein Handy an festen Plätzen zu lagern. Im Büro beispielsweise in der Garderobe und zuhause an unserem Telefon-Schrank. Auf dem Weg zur und von der Arbeit landet es dagegen im Rucksack.
    Sinn dahinter ist einfach, es so selten wie möglich in unmittelbarer Nähe zu haben. Denn das passiert mittlerweile einfach schon unterbewusst und benötigt nicht einmal mehr eine Benachrichtigung. „Schon eine Minute rum. Kein Alert. Kann doch gar nicht sein. Ich schau lieber mal nach.“

    Momentan funktioniert das ganz gut, aber ab und an erwische ich mich dann doch wieder selbst, wie ich das Handy mit an den Schreibtisch nehme. Ich bliebe dran.

    Christian

    • Aus den Augen, aus dem Sinn funktioniert immer ganz gut. Braucht aber auch ein bisschen Übung. Der Drang auf sein Telefon zu schauen muss ja erstmal wieder verlernt werden…

  12. Chris sagt

    Auf die Idee muss man erst mal kommen! Habe sofort die Benachrichtigungen von diversen Apps deaktiviert.

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