Finanzen
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12. Türchen: Finanzen

AdventskalenerlogoZm Thema Minimalimus und Finanzen habe ich mir in diesem Jahr viele Gedanken gemacht. Deswegen habe ich meine Gedanken auch in einem kleinen eBook zusammengefasst, was noch in diesem Jahr erscheinen soll. Ich möchte das Thema an diesem 12. Dezember dazu nutzen, um einen kleinen Auszug darauf zu bringen. Es geht um das Thema Kaufentscheidungen:

Sechs Fragen, die man sich vor jedem Kauf stellen sollte

Die meisten Menschen können Kaufen ohne Ende. Selbst wenn die finanziellen Mittel gar nicht zu Verfügung stehen. Ich möchte nicht wissen, wie viel an einem normalen Samstag in unseren Innenstädten und Einkaufszentren auf Pump gekauft wird.
Aber neben der Frage nach dem Geld stellen sich noch weitere Fragen. Grade wir Minimalisten stellen uns vor einem Kauf viele Fragen, die uns in unserer Kaufentscheidung beeinflussen.

1. Brauche ich das wirklich?
Diese Frage ist mit die Wichtigste von allen. Benötige ich den Artikel wirklich, den ich gerade kaufen möchte? Damit ich nicht nur die Frage nach dem Nutzen gemeint. Besteht vielleicht auch die Möglichkeit, den Nutzen mit einem bereits vorhandenen Gegenstand zu erlangen? Habe ich nicht schon zu viele ****** (Schuhe, Bücher, Tassen, etc…)?

2. Ist es mir das Geld auch wert?
Danach stellt sich mir immer die Frage nach der Wertigkeit. Wenn ich den Gegenstand benötige, ist er dann auch das Geld wert? Würde ich x Stunden dafür arbeiten wollen, nur um ihn zu besitzen?

3. Habe ich genug Zeit für die Nutzung?
Unsere Einkäufe kosten nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Denn für die Nutzung oder den Konsum eines Artikels benötigen wir auch immer unsere Lebenszeit. Daraus folgt die Frage:

4. Will ich meine Zeit damit verbringen?
Diese Frage ist auch wieder eng mit dem Wert verbunden. Hier ist jedoch nicht der finanzielle Wert gemeint, sondern der Ideelle. Denn die Frage nach der Zeit, die ich für den Konsum aufwenden muss, ist für mich meist noch weitaus wichtiger. Ich habe ja bereits für die Beschaffung des Geldes Zeit investiert. Will ich noch weitere Zeit für den Artikel opfern?

5. Wie lange nutze ich es?
Komme ich zu dem Entschluss, dass ich sowohl Zeit haben und meine Lebenszeit auch für den ersehnten Gegenstand nutzen möchte, dann stellt sich mir immer die Frage nach der Nutzungsdauer. Nutze ich das begehrte Gut ausreichend? Oder ist der Nachhall lang genug? Damit ist zum Beispiel die Erinnerung an eine Dienstleistung oder ein erkauftes Ereignis gemeint. Ein Konzert oder ein Urlaub kann teuer sein. Aber die Erinnerung daran bleiben länger bestehen, als die eines überteuerten Essens.
Hier können auch ökologische Überlegungen zum Tragen kommen. Es ist wesentlich sinnvoller, einen Gegenstand in einer entsprechenden Qualität zu kaufen, um diesen länger zu nutzen. Dinge, die schnell im Müll landen, belasten die Umwelt nicht nur bei der Produktion, sondern auch nach der Nutzung. Wenn schon Ressourcen (auch menschliche) für diesen Gegenstand genutzt werden, dann sollte ich auch auf eine lange Nutzungsdauer aus sein.
So ist es bei mir so, dass ich seit Jahren vor dem Kauf einer neuen Couch zurückschrecke, weil ich nicht weiß, wie lange ich diese auch wirklich nutzen werde. Und da meine Aktuelle noch nutzbar ist, kommt für mich die Neuanschaffung derzeit nicht infrage.

6. Wie werde ich es wieder los?
Bei der letzten Frage muss ich ebenfalls in die Zukunft denken. Wie werde ich den Gegenstand wieder los? Wie einfach ist er zu entsorgen. Oder wieder zu verkaufen? Muss ich vielleicht sogar etwas für die Entsorgung bezahlen?
Hier kann ich auch wieder meine Couch als Beispiel anbringen. Denn ich müsste mich natürlich beim Neukauf um die Entsorgung meiner aktuelle Couch bemühen. Und das ist entweder mit Zeit (Sperrmülls bestellen, Hilfe holen und die Couch am Abholtag vor die Tür stellen) oder mit Geld (entsorgen lassen) verbunden.

Durch alle diese Fragen kommen wir Minimalisten oft zu dem Schluss, dass es einfach unsinnig ist, etwas zu kaufen. Schlagen wir dann aber doch zu, so sind wir, grade wegen dem langen Entscheidungsprozess, viel intensiver mit dem Gegenstand verbunden und wertschätzen diese mehr. Ein weiterer positiver Grund, sich vor dem Kauf seine Gedanken zu machen.

3 Kommentare

  1. Meine wichtigste Frage ist:

    Was brauche ich eigentlich in dem Moment?

    Wenn man da dahinter kommt, braucht man meistens auch die Sache nicht. Außer sie steht schon 2 Jahre auf der 30-Tage-Liste. Ich brauche sie also eh und erneuere sie endlich mal.

    Geld spare ich nicht, weil ich das Wenige hochwertiger kaufe.

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