Psychologie, Wohnen
Kommentare 18

20 Minuten

Auch wenn die Schränke leer sind, so heißt das nicht, dass meine Wohnung aufgeräumt wäre. Leider. Das ganze Thema Hausarbeit macht mir weder Spaß, noch taugt es als Achtsamkeitsübung. Einzig die Podcast und Hörbücher die ich dabei höre, lenken mich davon ab.

Um mich dennoch ein bisschen mit der ungeliebten Tätigkeit zu beschäftigen, wende ich in den letzten Wochen erfolgreich einen kleinen Trick an:
Ich stelle eine Eieruhr auf 20 Minuten und in diesen Minuten kümmere ich mich um die angefallenen Arbeiten: spülen, Wäsche wachsen, saugen, Schreibtisch leeren, etc.. Zwar schweife ich auch da oft ab, aber das Ticken der Eieruhr bringt mich dann meist schnell zurück in die aktuelle Tätigkeit. Sowas kann ein Handytimer nicht vollbringen.

Nun gut, es ist zwar jetzt nicht so, dass es immer aufgeräumt ist, aber dafür ist es zumindest etwas ordentlicher als zuvor und das ist schon eine schöne Sache.

Was habt Ihr für Haushaltstricks auf Lager, die die Arbeit etwas angenehmer machen?

18 Kommentare

  1. Hachja, ich kann Haushaltstätigkeiten auch nicht viel abgewinnen. Leider muss das aber nunmal sein und, ähnlich wie du, probiere ich mir diese Angelegenheit angenehmer zu gestalten, indem ich Musik oder ein Hörspiel nebenbei anmache.
    Der ultimative Trick, mich zum Aufräumen und Saubermachen zu motivieren, ist, mir Freunde einzuladen, vor denen mir ein schlimmes Chaos zu peinlich wäre. Bei mir hilft das zumindest. (^_~)

  2. Pamela sagt

    Der Trick gefällt mir – werde ich auch mal versuchen, denn Hausarbeit und ich werden definitiv keine Freunde. 😉
    Ich spanne ab und zu die Kinder ein, an manchen Tagen machen sie es gerne, an anderen Tagen weniger. So komme ich um das eine oder andere unliebsame Hausarbeitsgespenst herum 😉
    Ansonsten hilft bei mir wirklich nur Augen zu und durch.

    • Also mir jetzt extra für die Hausarbeit Kinder anzuschaffen ist ja auch nich so was Wahre. Aber wenn die schon mal da sind… =P

  3. Uhhh Haushalt ist garnicht mein Ding. Ich koche zwar gern, aber ich mag nicht aufäumen und spülen.
    Ich versuche einfach die Dinge immer sofort zu erledigen. Während das Essen im Ofen oder auf dem Herd ist, wird das, was nicht in die Spülmaschine darf schon mal gespült. Oder ein wenig auf geräumt. Ich versuche Kleidung direkt in den Schrank zu legen anstatt noch zwei Tage aus dem Wäschekorb zu leben.
    Klappt nicht immer aber ich versuche es.

    LG
    Mareike

    • Das mit der Wäsche gelingt mir leider auch nicht immer. D fällt mir ein, hab noch einen Korb Wäsche seit vorgestern im Flur stehen… Argh…. Dafür hab ich aber Haushaltsaufgaben wie, Bügeln wegreduziert. Tätigkeiten, die sich für mich einfach gar nicht lohnen und nur zeit rauben: weg damit! Bügeln ist in meinem fall so. Aber ich muss auch keine Anzüge oder Blazer oder ähnliches tragen…

  4. Augen zu und durch. Die Kurzen sind noch zu kurz zum Einspannen. Zum Glück kann ich mir das unliebsame, undankbare Zeug mit meinem Mann teilen. Dennoch: Ich bin immer wieder auf der Suche nach Lösungen. 😉

    Seit dem Reduzieren gibt es eine gewissen Grundordnung. Aber du hast schon recht: Wenig Zeug heißt noch lange nicht Ordnung. Daher gibt es bei mir sowas wie die 1MinuteJobs. Einmal täglich, wenn ich 10Minuten habe, in denen ich sowieso nichts Produktives leisten kann, stürme ich von einer MiniHaushaltAufgabe in die andere. Die Aufgaben müssen kurz sein, also nicht der Abwasch und insgesamt dürfen nicht mehr als 10 Minuten dabei draufgehen. Hörspiel und Musik dauern mir einfach zu lange – das Anmachen. 😛 Außerdem muss ich ja jederzeit abrufbar für die Kurzen sein. Die würde ich dann unter Umständen nicht mitkriegen…

    • 1-Minuten-Tätigkeiten hört sich gut an. Aber was schaffte man denn so in einer Minute?
      Spontan fällt mir ein: Müll rausbringen, Decken zusammenlegen/Bett aufschütteln, schnelles Klo putzen. Was gibt’s da noch?

      • Waschbecken durchwischen, Wäsche anstellen, Wäsche zum Wäschen sortieren, Altglas in die Garage bringen, Post wegräumen, Schuhe zusammenstellen, Spielzeug aufheben, Gegenstände auf ihren Platz legen, die Arbeitsplatte abwischen, den Kühlschrank von außen mal eben abwischen (hab da immer Kleinkindtatscher drauf…) … Ein paar Ideen für auf die schnelle. 😉

  5. Hi Daniel,

    das ist wirklich ein guter Tipp, so kommt man einfach mal rein und die Ergebnisse können sich auch sehen lassen. Ich kenne es auch von mir, ich schaue auf meine Spühle und denke mir: “Komisch, ich hatte doch gar keinen Besuch, warum stehen da jetzt wie von Geisterhand 4 Gläser”. Viele Menschen überschätzen, was Sie in einer Woche schaffen können, aber alle unterschätzen, was man in einem Jahr schaffen kann.

    2 weitere Tipps:

    1. Dinge sofort tun: Schnell mal das Glas abspühlen und zum abtropfen umdrehen und es als nächstes wiederbenutzen. Beim Weg zum Einkaufen, direkt den Müll und die leeren Flaschen mitnehmen.

    2. Alles muss seinen Platz haben: Wenn man keine Ablage für den Hausschlüssel, neue Briefe oder seine Brille hat, feste Plätze schaffen, so liegt nichts ohne fixen Ort herum.

    • Punkt 2 ist mein großes Problem. Ich müsste mir für alles mal einen Platz suchen und den entsprechenden Gegenstand auch dort belassen. Aber dafür bin ich ein zu kreativer Chaot. Aber ich werde es in Zunkuft mal angehen!

  6. Ein Funfact: Zen-Mönche in asiatischen Klostern praktizieren putzen als Achtsamkeitsübung. Die Devise hierbei ist: nicht trotz, sondern gerade bei den alltäglichen Dingen im zen-mind zu verweilen.
    So viel zur Therorie der Achtsamkeit beim putzen…

    Ich mag putzen auch nicht sonderlich, aber mir hilft gute Musik – am besten was fetziges – laut aufdrehen, noch lauter mitsingen(!) und währenddessen das Klo schrubben 😀

  7. @MarkRitter82 sagt

    Hallo Daniel,

    20 Min. konzentriert das notwendige tun hilft tatsächlich. In 20 Min. schafft man mehr als man glaubt. Super Nebeneffekt bei mir: Wenn ich einmal angefangen habe, stellt sich meistens so ein flow ein und ich mach auch länger weiter.

    Tatsächlich gibt es Phasen, in denen ich sehr gerne aufräume, Ordnung schaffe (und dabei wieder aussortieren und reduzieren kann). Ich schaue mir einfach gerne Abläufe an und versuche sie zu optimieren. Naja, anderes Thema.

    Podcasthören ist für mich auch immer eine super Beschäftigung um das Notwendige mit dem Angenehmen zu verbinden.

    Was bei mir auch funktioniert. Immer nur eine Einheit aufräumen, eine Schublade, einen Tisch, ein Regalfach etc. Danach hat man dann einen sichtbaren Erfolg. Das tut gut und motiviert.

    Aber wie bei den meisten Dingen im Leben, die man möchte aber nicht so richtig schafft, gilt wohl auch hier: Man muss es schaffen, es zur ganz normalen Gewohnheit werden zu lassen: So normal wie das Zähne Putzen am Morgen, oder das betätigen der Klospülung. Da denkt man ja auch nicht jedes mal genervt dran, dass man das ja auch noch machen muss. Das hoffe ich doch jedenfalls…

  8. Peter sagt

    Der Blogpost ist zwar schon etwas älter, aber da ich jetzt noch darauf stieß, kann das wohl auch jemand anderem passieren 😉

    Mein Trick:

    Ich habe mir einige Playlists zusammengestellt, die wahlweise 20, 30, 45 oder 60 Minuten lang sind (über den Daumen gepeilt). Je nachdem wie viel Hausarbeit ansteht, stelle ich eine der Playlists an und beginne zu schrubben, was das Zeug hält. Ist die Zeit abgelaufen, die Musik verstummt, gönne ich mir eine Pause bis mindestens zum Folgetag. Ein gutes System, dass mit abwechslungsreichen Playlists durchaus motivieren kann.

Schreibe einen Kommentar zu rage Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.