Allgemein
Kommentare 3

20. Türchen: mentales Gerümpel

Jeden Tag haben wir tausende Gedanken. Viele davon unbewusst.
Gedanken können positive oder negative Folgen für unser Leben haben. Zum Beispiel ist bei einer Depression die Gedanken so verzerrt, dass es überwiegend zu negativen Gedanken kommt.
Nicht nur deswegen ist es wichtig, eine gewisse kognitive Hygiene zu betreiben.

Doch wie soll das gehen?

Ich persönlich bin ein Freund des therapeutischen Schreibens. Man kann es auch Tagebuchschreiben nennen. Ich schreibe zwar nicht jeden Tag, aber regelmäßig.

Eine interessante Idee ist es auch, seine Sorgen auf einen Zettel zu schreiben, diesen dann in einen Umschlag zu strecken und diesen beiseite zu legen. Nach vier Wochen kann man den Brief wieder in die Hand nehmen und nachschauen, welche Sorgen sich in dieser Zeit in Luft aufgelöst haben. Nach meine Erfahrung sind es viele. Und das zeigt, dass wir die meisten Sorgen viel zu ernst nehmen.

Und dann sind da noch die alltäglichen Ängste: vor Krankheit, vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, vor der Einsamkeit.
Hier sollte man sich fragen, was denn im schlimmsten Fall passieren? Wenn wir ehrlich sind, ist das meist nicht viel oder die Sorgen waren unbegründet.

Wie geht Ihr mit mentalem Gerümpel um? Habt Ihr Wege gefunden, mental auszumisten??

3 Kommentare

  1. Ich hab mir vor Jahren abgewöhnt “Ja-aber- und wenn-dann-Sätze” zu denken oder zu schreiben, weil sie automatisch negative Gedanken nach sich ziehen.

    Sondern “Wenn-dann-UND-Sätze”.

    “Wenn ich zum Zahnarzt gehe, habe ich Angst UND dann sag ich’s ihm einfach. Dann heul ich da halt rum, aber ich war wenigstens beim Zahnarzt. Das ist total mutig!”

    Man hat dann quasi die Lösung und das gute Gefühl gleich mit drin.

    “Wenn ich kündige, finde ich ja keine Wohnung (jammer, jammer) UND dann wohne ich halt im Notfall erst mal bei Freunden UND finde später eine Wohnung.”

    Rage hat mir da mal sehr geholfen:
    “Es ist nur ein Experiment. Es darf auch scheitern.”
    Nicht lange rumdenken, sondern Dinge gleich tun und ausprobieren. Ich wurde kein Veganer in den 2 Tagen. Ich hatte noch nie so viel Hunger. Aber ich habe es kennengelernt und weiß, es ist nix für mich.

    Viel Tun. Viel scheitern,
    Das ist heute für mich die beste Lebensart. Und wenig denken, planen.

  2. Ich bin seit der Genesungsphase meiner Esssucht auch ein grosser Freund von therapeutischem Schreiben. Aber mittlerweile ist für mich der beste Weg gegen Gedankenmüll: Achtsamkeit und im Hier und Jetzt zu denken. Sich auf die Gegenwart und den nächsten Schritt zu konzentrieren, ist das beste Mittel, die negativen Gedanken, die sich meist auf die Vergangenheit und die Zukunft beziehen, einfach nicht zu denken.

    Liebe Grüsse und vielen Dank für den tollen Adventskalender,
    Carina

Schreibe einen Kommentar zu Carina von Seelenfutter Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.