Minimalismus
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4. Türchen: Garderobe und Drogerie

AdventskalenerlogoMein Kleiderschrank, oder besser deren Inhalt, war eigentlich noch nie ein Problem. Vielleicht liegt es daran, dass ich ein Mann bin und deswegen nicht all zu viele Klamotten besitze. Aber ich muss zugeben, dass ich mich doch schon ganz gerne nett anziehe und nicht wie der letzte Hund rumlaufen möchte.

Dennoch wird es in meinem Kleiderschrank nicht zuviel. Ich habe bereits im Jahr 2012 mir meinen Schrank vorgenommen und alles rausgeworfen, was ich nicht mehr benötigte.

Davor habe ich mir ein paar Gedanken zum Thema gemacht: Wie viele Teile benötige ich eigentlich?

Das ist die entscheidende Frage! So entschied ich mich damals für eine bestimmte Anzahl an Kleidungsstücken und, mal abgesehen von T-Shirt, habe ich mich bis heute an diese Anzahl gehalten. Ziehe ich ein Teil nicht mehr an oder ist es zerschlissen, dann kommt es weg und wird durch ein Neues gleicher Art ersetzt. Gehen beispielsweise meine Hosen kaputt (und das passiert mir mit allen meinen Hosen immer an derselben Stelle) dann wird die Hose solange repariert, wie sich dies noch lohnt. Hauptsache sie muss nicht in die Altkleiderbox. Und bei meinen Socken kaufe ich eh immer die Gleichen. So kann ruhig mal eine kaputt gehen. Denn diese kann dann einfach durch eine andere ersetzt werden.

Was Pflegeprodukte angeht, so verfahre ich da mittlerweile auch nach einem Prinzip: Ich kaufe mir nur noch hochwertige und sehr gut riechende Deos und Duschgels. Da kaufe ich auch für eine gewisse Zeit immer die gleiche Marke und Duftnote. Der Einfachheit halber. Daneben benutze ich nur das Übliche: Rasierschaum, Kräuter-Zahnpasta, Aftershave mit dem gleichen Duft des Deos. Haarshampoo besitze ich zwar, dass aber auch nur, weil die Flasche seit Jahren nicht leer wird. Es war eine 750-ml-Flasche eines ganz günstigen Shampoos. Ich wasche mir die Haare grundsätzlich jeden Tag, aber bis auf regelmäßige Ausnahmen immer nur mit Wasser. Das ist einfacher.

Ich finde es toll, wenn sich Menschen in diesem Bereich noch weiter verkleinern können. Aber da ich wert rauf lege, gut zu riechen und mich zu pflegen, kann ich nicht unter ein bestimmtes Mindestmaß. Aber vielleicht mache ich mal wieder Experimente in diesem Bereich.

Hier findet ihr den Beitrag von Frau DingDong und Michael.

Wie handhabt ihr Euren Kleiderschank? Besitzt Du nur eine bestimmte Anzahl an Teilen? Welche Pflegeprodukte nutzt Ihr? Was spart Ihr Euch??

12 Kommentare

  1. Hallo Daniel,
    ich reduziere momentan im Kleiderschrank. Alles, was ich wirklich nicht trage, habe ich ausgemistet bis so auf ein paar Herzenssachen. Die passen mir zwar nicht, aber ich möchte sie trotzdem noch nicht gehen lassen.
    Ich trage die Sachen bewusst auf, und kaufe nur etwas nach, wenn ich es wirklich benötige.
    Mal gucken, wie lange es dauert :o)
    Liebe Grüße Nanne

    • Hallo Nanne,
      ich kenne diese Herzensstücke auch. So habe ich einen Sportpulli, den ich bestimmt schon seit 15 Jahren besitze. In der Pubertät habe ich ihn sehr gerne angezogen. Glücklicherweise passt dieser mir heute noch und verschleißen tut er auch nicht. Deswegen ziehe ich ihn heute immer noch beim Laufen an und muss mich nicht von ihm trennen…

  2. Hallo Daniel,

    Kleidung hab ich so 63 Teile, nur Lieblingsteile und die immer mehrfach.

    Im Bad hat die Reduziererei 1 Jahr gedauert. Jetzt alles in Glas, gift-, werbe- und parfumfrei. Seitdem musste ich das Bad nie mehr aufräumen und hab alles griffbereit.

    Liebe Grüße,
    Tanja

  3. Hallo Daniel!

    Bezüglich des Deos habe ich mir vorgenommen, mich mal an so ein selbstgemachtes Natrondeo zu wagen, wenn mein jetztiges aufgebraucht ist. Vielleicht wäre das ja auch etwas für einen deiner Versuche?

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Also das Natrondeo kann ich nur empfehlen. Vor allem als Sprühdeo-Variante kommt man ziemlich günstig weg.
      Seit einiger Zeit mischen wir es auch mit ein bisschen Parfüm, das riecht besser als normales Deo 😀

  4. Bio fair trade Kleidung ist ein Bereich in den ich mich gerade einarbeite.

    Körperpflege sieht seit ca. zwei Jahren bei mir so aus:
    – Hochwertige Marseiller Olivenölseife (leicht rückfettend) zum Duschen und Händewaschen. Seit dem schwitze ich deutlich weniger und brauche keine Handcreme mehr. Weniger Plastikmüll (Duschgel, Flüssigseife)
    – Rasierseife statt Rasierschaum aus der Sprühdose (weniger Müll). Rasierpinsel aus synthetischen Fasern, preiswertes After Shave (Kopf, Bart, Achselhaare)
    – elektrische Zahnbürste (11 Jahre alt, alle drei Monate eine neue Aufsteckbürste), preiswerte Zahnpasta

    Das ist alles. Kein Deo. Kein Pärfum. Auf Seife umzusteigen war für mich das beste.

  5. Mein Kleiderschrank ist leider etwas größer – arbeitsbedingt. Ich arbeite als Teamassistenz, aber mein privater Geschmack hat nichts mit Hosenanzügen und Kostümen und High Heels und Handtaschen zu tun. “Privat” hab ich nur ein paar Lieblingsteile – so 4 oder 5 für jede Jahreszeit.

    Kosmetik ist auch zweigeteilt. In der Arbeit ist Make-Up etc.pp. Pflicht. Privat gerne ungeschminkt 🙂 Deo hab ich eins, Duschgel auch, Shampoo auch. Ich benutze allerdings ein Haaröl.

    • Arbeitskleidung ist mit Sicherheit eine Sache, an der man nicht viel minimalisieren kann. Aber sowas macht man ja nicht aus persönlicher Freude, sondern weil es halt ein Muss ist. Deswegen geht das, aus meine Sicht, auch vollkommen in Ordnung. Glücklicherweise habe ich sowas nicht…

  6. Hallo daniel!

    mit der Absicht, nach Weihnachten eine schöne neue Hose zu kaufen, bin ich auf der großen Wiener Einkaufsstraße zu einem der Modehäuser gegangen, die nicht für Ramsch sondern soliden Standard bekannt sind gegangen. (Italienische Marke, die vermutlich wie die meisten in Billiglohnausbeutungsbetrieben produzieren lässt).
    Was soll ich sagen … die Stoffe, die Verarbeitung, es war alles so billig, zum Davonrennen.
    Das ist so das Preissegment um 80 EUR.

    Die neuen Hosen wirkten um nichts besser, feiner oder hochwertiger als meine abgetragenen Hosen.
    🙁

    Ich kann leider nicht sagen, ob sich mein Blick durch den minimalistischen Lebensstil gewandelt hat, oder ob wir mit dem, was im Verkauf angeboten wird, einfach nur vera****t werden. Beim durchspazieren durch das große Modehaus hatte ich nur einen Gedanken: die Ware sieht mies aus, wirkt billig und ist billig gemacht. Wen macht das glücklich?

    Ich werde im Jänner weiter suchen. Natürich auch bei Fairtrade Geschäften, aber auch im Top Segment (deutsche hochpreisige Marken).

    Der Umstand, dass ich “nicht einfach shoppen” gehe, sondern eine neue Hose möchte machts nicht einfacher.

    Ich bin gespannt, ob ich das finden werde, was ich suche: Qualität!
    🙂
    liebe Grüße,
    Paula

  7. Thomas sagt

    Bin gerade wieder dabei im Kleiderschrank auszumisten. Habe aber nun eine Frage : Wie handhabe ich das mit Gürtel und Anzahl bestimmter Sachen ? Wie handhabt man dies minimalistisch?

    • Hallo Thomas

      Die Frage ist, wie viel du benötigst. Ich persönlich habe einen Gürtel. Ist der kaputt, wird ein Neuer gekauft. Ansonsten habe ich mittlerweile, nach etwas rumprobieren, die genaue Anzahl der Teile für mich gefunden. Ich habe z.B. 3 Jeanshosen. Auch hier wieder: ist eine kaputt, wird diese wenn möglich repariert oder eine neue gekauft. So ist das bei mir mit fast allen Teilen, die ich besitze…

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