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Minimalismus Podcast

Vor einigen Monaten, kurz nach dem Bloggertreffen, hat mich Michael von minimalismus-leben.de gefragt, was ich von der Idee halten würde, zusammen einen Podcast zu den Themen unserer Blogs aufzunehmen. Kurz gesagt: Ich war begeistert von dieser Idee. So setzten wir uns in den folgenden Wochen hin, zogen die Technik hoch und nahmen die erste Folge auf.

Diese ist nun seit dem Wochenende auf www.minimalismus-podcast.de online. Und ich freue mich sehr darüber, dass wir seit heute endlich auch im iTunes-Podcastverzeichnis zu finden sind.

Sowohl die Seite, also auch die Qualität des Podcasts sind noch nicht Final. Aber das ist erstmal Nebensache.

minus 100

Eigentlich wollte ich heute endlich die Artikelserie über die kleinen und großen Ablenkungen abschließen. Aber mir ist vor Weihnachten überraschend ein Buch dazwischen gekommen, welches wirklich gut zum Thema passt und einige interessante Lösungen breitstellen soll. Deshalb werde ich mit diesem Artikel noch ein paar Tage warten.

Aufmerksame Leser meines Twitterfeeds werden im November von mir eine Frage gelesen haben:
Schaffst Du es bis Silvester 100 Dinge „loszulassen“?
Bereits Anfang November hatte ich mir vorgenommen, 100 Dinge aus meinem Leben zu entsorgen. Leider kam dann mein Ausfall dazwischen. Ich möchte hier jetzt keine Liste zum Besten geben, jedoch meine Erfahrungen und die Schwierigkeiten beschreiben, am Tag 1-2 Teile auszumisten.

die Ablenkungen erkennen

Keine Zeit. Schnell immer die nächste Sache planen, machen wollen. Zu viel zu lesen, sehen, hören, spielen…

Wenn ich unser Heute mit dem Gestern vergleiche, fällt mir eines sofort ins Auge: Heute treffen viel mehr Ablenkungen auf uns ein, als es noch vor vielleicht 10 Jahren waren. Das einfache Handy, damals bei weitem noch nicht so allgegenwärtig, wurde gegen Smartphones ausgetauscht, die heute ständig mit dem Internet verbunden sind. Die Fernseher und Monitore sind um einiges größer geworden, die Rechner schneller. Aus langsamen, weil analogen Kameras wurden digitale Apparate, die viel mehr Bilder in viel kürzerer Zeit aufnehmen können. Und neue Konsumkategorien wurden erfunden, wie das digitale Buch oder die allgegenwärtigen Apps.

wohin es geht

Am Anfang kommt die Einsicht, dass alles das Gerümpel zu viel wird. Vorher hat man vielleicht einige Texte aus einschlägigen Blogs gelesen und es geht voller Motivation ans Werk. Es wird aussortiert, weggeworfen, verschenkt und verkauft.

Nachdem die erste, nicht grade einfache Hürde durchlaufen ist, fühlt man sich gut. Doch mit der Zeit fallen immer weitere Bereiche auf, die irgendwie übersehen worden sind. Bei mir waren es Bücher und Filme, von denen ich mich eigentlich nicht trennen wollte und Kleidung, die ich schon lange nicht mehr benötigte.

Aber auch diese Bereiche sind irgendwann ausgemistet und geordnet. Nun beginnt der interessante Teil: das innere Chaos.

Aufzeichnungen

Ich liebe Notizbücher. Diese kleinen Hefte, die man schnell in der Innentasche der Jacke oder im Rücksack verstauen kann, sind für mich die beste Methode, spontane Gedanken aufzuschreiben und diese nicht zu vergessen.

Mit den Jahren haben sich jedoch einige alte Bücher angesammelt. Diese lagen seit einigen Monaten in meinem todo-Schränkchen. Ich wollte mich nicht von ihnen trennen, ohne vorher zumindest einmal reingeschaut zu haben. Heute habe ich mir die Zeit genommen und bin meine alten Notizen durchgegangen. Dabei stellte ich fest, dass ich mir schon früher viele Gedanken und das Thema Minimalismus gemacht habe, auch wenn ich es damals nicht so benannt hätte. Vieles, was ich heute, Jahre später, in alle den Blog las und auch selbst drüber schrieb, fand sich in den Büchern wieder.

Ablage

Seit Jahren schlummerte in einer dunklen Ecke meiner Küche eine kleine Ablage, in der sich alle meine Dokumente junger und alter Zeit sammelten, die ich auch Faulheit nicht sofort einsortiert hatte. Und aufgrund der Größe, traute ich mich die letzten Jahre auch nicht an die Sortierung. Zumindest musste ich, dass wenn ich etwas suche, es mir hoher Wahrscheinlichkeit dort zu finden sein wird.

Tja und heute habe ich dann all meinen Mut zusammengenommen und alles einsortiert. Das Schlimme: Nach einer dreiviertel Stunde war alles säuberlich in einem Ordner sortiert und der Rest, der nicht mehr benötigte wird, verschwand im Müll.

Wiedervorlage

SmartPhone

Tja, irgendwann bin ich dann doch schwach geworden und habe mir ein Android-Mittelklassetelefon zugelegt. Und ich bin zufrieden. Diese ganze Appsucht, die derzeit um sich greift, ist auf Android wegen der relativ wenigen Software und der fehlenden Kaufmöglichkieten ohne Kreditkarte, glücklicherweise nicht vorhanden. Ich habe nur Programme installiert, die ich wirklich täglich benötige: Podcast-, Internetradio- und Audiobookplayer, eine Programm zum Schreiben von Kurznachrichten, RSS-Reader, Dropbox und, ich gebe es ja zu, zwei Spielchen.

Getrennt habe ich mich aber dafür von meinem Tablet, weil ich dieses Gerät wirklich nicht benötige und einem alten touch-MP3-Player.

Vorratsverbrauch

Abbruch

In der letzten Woche hab es hier keine neuen Texte. Doch eine erneute Auszeit soll es nicht geben. Vielmehr bin ich, aufgrund eines motivierenden Tweets vom rauhen Stein an eine Aufgabe herangegangen, die mir schon zu lange auf der Seele lag.

In meinen Wohnzimmer gab es ein verputztes Ytong-Regal, was mir aber den ganzen Raum verstellte. Da ich aber Ende des Monats die Couch von meinen Eltern übernehme, musste ich etwas Platz schaffen, um diese vernünftig stellen zu können. Dazu musste das Regal entfernt, die Wand komplett vom Strukturputz gesäubert und zum Schluss noch Tapeten an die Wand gekleistert werden. Dienstagnachmittag machte ich mich an die Arbeit und Freitagabend war die Tapete dann endlich an der Wand.

Vorratsverbrauch

An den Tagen, an denen ich mich mit dem Ausmisten beschäftige, umschiffe ich immer einige Bereiche. Vor allem in der Küche haben sich in den letzten Jahren immer wieder Sammlungen von Dingen gebildet, die so eigentlich nicht sein müssten. Die Rede ist hier von der Vorratshaltung, welche die einen mehr, die anderen weniger betreiben. Der Abbau der vorrätigen Produkte habe ich mir als neues Ziel für die nächsten Wochen gesetzt. Was hat sich bei mir angesammelt?

mediales Fasten

Heute beginnt die Fastenzeit.

Da ich weiß, dass ich meine derzeitigen Ernährungsgewohnheiten nicht von Gestern auf Heute umstellen kann, ohne sofort einen “Rückfall” zu erleiden, werde ich mich einem anderen Projekt in der nächsten Zeit verschreiben: dem medialen Fasten.

Wie soll das aussehen?

  • In den nächsten 40 Tagen möchte ich nicht fernsehen oder Zeit vor diesem Gerät verbringen. Dies heißt für mich, dass ich keine Filme und Serien mehr schauen möchte. Dazu habe ich bei der von mir genutzten Online-Videothek eine Urlaubspause von 6 Wochen eingereicht. Auch die Konsole, oder andere Arten von Unterhaltungselektronik aus dieser Richtung, werde ich in den nächsten Wochen nicht nutzen.