Herstellen, Konsum, Technik
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DIY: Laptopständer

In der letzten Zeit denke ich öfters über meinen Medienkonsum nach und suche nach Möglichkeiten, diesen zu verringern. Mit Medien meine ich jetzt nicht nur Fernsehen, Internet oder Games, sondern auch Hörbücher, Podcast und Blogs sowie Bücher im Allgemeinen. Denn irgendwie werden die Sachen, die ich lesen und hören möchte nicht weniger sondern mehr.
Einer der Auswege, die ich für mich gefunden habe, ist ein einfacher und bekannter Leitsatz:

Produzieren statt konsumieren.

So habe ich in den letzten Wochen und Monaten überlegt, was ich denn so produzieren könnte. Wie auf Twitter bereits mal erwähnt, halfen mir DIY-Bücher nicht wirklich weiter. Die dort beschrieben Dinge, sind für mich irgendwie nicht kompatibel. Darunter sind Tätigkeiten wie das Herstellen von Kleidung und Accessoires, Dekoartieln oder das Ziehen von Kräutern und Gemüse. Grade den letzten Punkt finde ich zwar wunderbar, aber leider bin ich kein großer Gemüseesser und das was ich Anbauen möchte (Waldmeister), ist draußen besser aufgehoben und erfordert keiner Pflege. Die anderen Tätigkeiten weckten in mir keine große Anziehungskraft. Vielleicht mag dies an einem zum Teil fehlendenden Chromosom liegen. I don’t know.

Für mich hat sich eine andere Methode bewährt: Ich schaue mir einfach an, was ich kaufen möchte und überlege, ob ich dies nicht vielleicht auch selbst herstellen kann.
Am Anfang hatte ich aber keine Ideen oder ich habe einfach nicht an meinen Vorsatz gedacht. Irgendwann aber kam mir einige Ideen und so habe ich mich dann auch schon an einige Projekte gewagt.

Das Erste möchte ich hier heute einmal kurz vorstellen. Da ich einen Tastaturfetisch habe, der mich dazu zwingt immer mal wieder Texte auf eine anderen Tastatur zu schreiben, wollte ich einen kleinen Ständer für meinen Laptop haben. Ich war schon in einschlägigen Internetkaufhäusern nach einem solchem Produkt am suchen bis mir auffiel: Eigentlich kannste das auch selber bauen. Und da ich zu diesem Zeitpunkt Zugang zu einer benötigten Säge hatte und ich eh schon immer etwas mit Holz arbeiten wollte, grübelte ich kurz über die Ausführung nach und machte mich auch schnell ans Werk.

LaptopständerKeine Stunde Arbeit steckt in diesem kleinen Laptopständer. Das Holz habe ich mir aus Resten zusammengesucht. Ansonsten benötigte ich nur noch vier Schrauben. Mehr nicht.

Während dieser kleinen Arbeit kam mir schon die Idee zu einem nächsten Projekt, was ich hier in den nächsten Wochen vorstellen werde.

Stellt Ihr etwas selbst her? Seit Ihr DIY-Fans? Oder könnt Ihr damit gar nicht anfangen?

6 Kommentare

  1. Mark Ritter sagt

    Ich bin ein absoluter Fan davon Dinge selbst zu machen. Erst letztens habe ich (nicht ganz perfekt) einen Handtuchhalter gebaut, da wir unser Badezimmer renovieren mussten. Handtuchhalter gibt es im westlichen Kapitalismus in 2 Arten: 1. ca. 40-60 Euro, die nach einem Jahr kaputt sind, oder 2. 200-400 Euro, von denen man nicht weiß wie lange sie halten. Alles aus Metall und Glas. Ganz wenig nur aus Holz. Der alte Handtuchhalter vom dänischen Bettlager war schnell abgeschliffen und gekürzt. Dank dem gut ausgestatteten Werkkeller des Vaters meiner Freundin kein Problem.
    Wenn ich mehr Mumm hätte, würde ich jetzt 2 Monate unbezahlten Urlaub nehmen, mich von einem Schreiner ausbilden lassen und mit der Herstellung von selbst gebauten Handtuchhaltern Millionär werden. Aber zurück zum Thema: Selbst bauen ist total genial. Überlege auch einfach mal in den Wald zu gehen und mir Holz zu holen und daraus was zu bauen. Müsste doch möglich sein…

  2. Dein Blog ist wirklich schön, Daniel. Übrigens: Das Wort “Smartphone” ist nicht unterrepräsentiert ;). Deshalb musste ich bei deinem ersten Satz lachen.

    DIY? Ich habe einen Erdbeershampoo-Fetisch. Zunächst hatte ich alle Etiketten im Bad von Plastikflaschen entfernt. Nach Frau Ding Dong. Das war wie Urlaub. Mein werbefreies Bad. Doch das war nicht genug. Jetzt hab ich bunte Flüssigkeiten in hübschen Glasflaschen. Kein Heim für Plastik.

    Danke für den letzten total tollen Podcast mit Michael. So war ich nicht allein in meiner Migräne-Nacht. Ihr habt mich immer wieder sanft in den Schlaf gelullt ;). Du hast voll die Radiostimme.

    Liebe Grüße, Tanja

  3. Stimmt, Mark. Im Holzbereich gibt’s wirklich schöne Dinge. Mit Sägemehl-Allergie bin ich nicht mehr aktiv in der Richtung. Und habe mein Werkzeug verschenkt. Daniel, dein Werk finde ich echt gelungen. Ich kann mit DIY-Tipps auch meist nix anfangen. Schön, dass du’s mal schreibst.

    • Danke für Deine Kommentare und das viele Lob.
      Es tut mir leid, dass die Freischaltung der Kommentare in der letzten Zeit immer sehrlange gedauert hat. Mein WordPress meldete sich einfach nicht mehr bei neuen Kommentaren. Hab aber jetzt nach Monaten entlich eine Lösung gefunden. =)

      Das “Smartphone” ist bei mir ein zentraler Gegenstand. Nicht, weil ich so ein Kommunikationjunkie wäre, sonderm einfach, weil es für mich viele Funktionen in einem Gerät zusammenführt. Internet, Musik, Video, Podcast und Hörbücher, Fotos, Fahrplanauskunft, Wettervorhersage, und so weiter.
      Den Test ohne dieses Gerät zu leben, habe ich im letzten Jahr mal für einige Monate gewagt. War eine schöne, ruhigere Zeit. Aber durch das soziale Umfeld ist es nicht mehr wirklich durchhaltbar. Kein Mensch schreibt heute mehr für 9 – 19 cent eine SMS, wenn er es über entsprechende Apps kostenlos machen kann. Da musste ich dann nachgeben…

  4. stefan sagt

    also ich habe auch ein smartphone und bin viel mit den öffis unterwegs. ich telefoniere ganz wenig und sms schreiben noch weniger. und solche apps, wo alles kostenlos ist, kommen mir nicht aufs phone-die datenschutzrichtlinien dieser apps sind hoch fragwürdig und ich wundere mich wie unachtsam wir damit umgehen. kommt aber der NSA skandal ins gehör , ist das geschreie groß – warum nur ??????

  5. carl sagt

    schoenes teil! Auch wenn das bei mir so ziemlich der prototyp fürs asumisten wäre 😉
    hör mir gerne eure podcasts an! weiter so!

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