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gelesen: Food Pharmacy – Essen ist die beste Medizin

Ich bin ein sehr beeindruckendes Beispiel dafür, dass man sich wirklich aufrichtig für eine gesunde Ernährung interessieren und sich trotzdem ziemlich schlecht ernähren kann. Darauf habe ich noch nie einen Hehl gemacht.

Und ich würde dies ja auch gerne ändern. Wenn nicht alles Ungesunde so gut schmecken würde. Oder (vermeintlich) überhaupt sättigen würde. Wobei ich bei der Lektüre des Buches „Food Pharmacy – Essen ist die beste Medizin*“ erfahren habe, dass mich dabei mein Gefühl sehr in die Irre führt.

Das Buch wurde von den zwei amerikanische Bloggerinnen Lina Nertby Aurell und Mia Clase geschrieben, welche unter www.foodpharmacy.blog bereits seit Jahren über das Thema Ernährung bloggen.

Im letzten Jahr hat mich der Zusammenhang zwischen dem eigenen Wohlbefinden und der Ernährung immer mehr interessiert. Einfach, weil sich in mir immer mehr die Erkenntnis breitmachte, dass ich mich je nach dem was ich gegessen hatte, anders fühlte. Natürlich hatte ich schon vorher von dem vermuteten Zusammenhang zwischen Ernährung und Wohlbefinden und auch Gesundheit gehört. Aber erst als ich mich auf die Suche zu diesen Zusammenhängen begab, stieß ich auf Literatur und einige freie Onlinekurse zu Thema, die ich auch sogleich belegte.

Auf das Buch „Food Pharmacy“ wurde ich bei meinen Recherchen zu interessanten Neuerscheinungen aufmerksam. Freundlicherweise bekam ich das Buch vom Goldmann-Verlag zur Verfügung gestellt.

Die Grundprämisse der beiden Autorinnen ist, dass in unserem Darm, je nachdem, was wir so essen, bestimmte Bakterien leben, die uns bei der Verdauung der Nahrung zur Hand gehen. Je mehr „Schlechtes“ wir essen, desto mehr blöde Bakterien leben in unserem Darm. Und wenn wir „gutes“ Essen zu uns nehmen, unterstützen wir damit die „guten“ Bakterien. Diese unterstützen uns dann z.B. gegen kleinere Entzündungen und bei der Bekämpfung von Krankheiten. Diese Ausführungen sind in den ersten drei Kapitel des Buchs nachzulesen.

Kapitel Vier ist in sechs Unterkapitel, sechs „Rezepte“ unterteilt, die uns dabei anleiten sollen, eine gesunde Darmflora mit vielen guten „Jedirittern“ auszubilden.

  1. Rezept 1 beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Zucker und gibt Hilfen, wie wir diesen reduzieren oder komplett aus unseren Leben verbannen können.
  2. Im zweiten Rezept geht es um die Nährstoffe. Es wird erklärt, warum wir auf den glykämischen Index achten sollten und welche Nahrungsmittel weniger oder mehr Nährstoffe bereitstellen.
  3. Rezept Nummer 3 ist eine Ode an das Gemüse und die vielen Vorteile, die wir von Obst und Gemüse haben.
  4. Das Fette nicht nur schlecht, sondern teilweise sogar sehr förderlich sind, wird im vierten Kapitelteil vermittelt.
  5. Welche Auswirkungen die Temperatur bei der Zubereitung seines Essens hat, wird im fünften Rezept angesprochen.
  6. Und im letzten, dem sechsten Rezept, werde die Vorteile des intermittierenden Fastens angesprochen.

Eine Nahrungs-Apotheke, die der Titel dieses Buches verspricht, ist dieses Buch leider nicht. Vom Titel her hätte ich mir so was wie eine Aufzählung verschiedener Nahrungsmittel erhofft, welche für bestimmte Leiden eingesetzt werden können. Beziehungsweise, dessen Verzehr empfohlen wird. Das leistet dieses Buch leider nicht.

Dafür habe ich aber ein sehr unterhaltsames Buch über gesunde Ernährung lesen dürfen, aus dem ich auch das ein oder andere Neues erfahren konnte. Zum Beispiel mein oben erwähntes Sättigungsgefühl. Ich habe halt nach „gesundem“ Essen immer das Gefühl, dass ich nach einer Stunde wieder totalen Hunger habe. Ich hatte bereits die Ahnung, dass das nicht stimmen kann. Und durch dieses Buch konnte ich in Erfahrung bringen, dass mein Gefühl nicht etwa Hunger, sondern eine schwerfällige Verdauung ist. Meine Darmflora sind Ballaststoffe in größeren Mengen wohl nicht wirklich gewöhnt. Und diese Verdauungstätigkeit interpretiere ich immer als Hunger…

Die Gestaltung des Buches ist sehr schön, wenn ich auch, die etwas ältere Hardcovervariante aus dem Hölker Verlag bevorzugen würde. 14€ finde ich als Preis aber vollkommen in Ordnung.

Kennst du vielleicht noch weitere Bücher zum Thema „Nahrung als Medizin“? Oder hast du dich bereist mit dem Thema beschäftigt? Schreib mir doch einen Kommentar dazu. Ich freue mich schon auf den Austausch!

1 Kommentare

  1. Ein wunderschönes neues jahr, Daniel!

    Ich habe festgestellt bei mir:
    Zucker macht mich aggressiv. Führt verstärkt zu Skin Picking und Trichotillomanie. Ich vermute, dass es unter der Haut als Alkohol beides auslöst. Mehr in meinem Buch SEELENKRATZER. Ich esse also selten Zucker.

    Ich esse schon lange kein Fett mehr auf dem Brot. Wie in der korianischen Küche. Das hat mich überzeugt! Ich dämpfe in Wasser statt zu braten. Schmeckt genauso. Von Fett und Zucker wird mir seitdem schnell schlecht. So kann ich immer mein Gewicht hakten trotz Wechseljahre.

    Ich esse kein Fleisch.

    Seit ich wieder verstärkt Milchprodukte esse, habe ich seltener Kopfschmerzen und keine trockenen Augen. Bessere Haut.

    Lg, Tanja

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