Ernährung
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gegessen: der “McB”

Verpackung des McBGestern war es soweit: Ich war unterwegs und hatte Hunger. Und dann tauchte das Symbol dieser großen Burgerkette vor mir im dunkeln der Autobahn auf. Diese hat nun seit einiger Zeit einen Burger, der aus Biofleisch hergestellt wird. Zwar hatte ich nicht die Hoffnung, dass es sich dabei um ein revolutionäres Produkt handeln würde, aber dennoch ließ ich mich von der flächendeckenden Werbung verleiten. Ich parkte meinen kleinen Wagen auf dem Parkplatz davor und betrat das Lokal.
Dort bestelle ich dann den besagten „McB“. Mit 5,49€ war es der mit Abstand teuerste Burger in diesem Schnellrestaurant. Aber wenn man vernünftige Qualität haben will, muss man halt auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Positiv zu bemerken ist, dass der Burger frisch hergestellt wurde und nicht schon fertig darauf wartete, verkauft zu werden.

Aussehen und Geschmack

Der Burger McBNach kurzer Wartezeit lag der Burger dann auf dem Tablett vor mir. Die Verpackung ist in weiß und grün gehalten, was natürlich einen besonders nachhaltigen und naturnahen Eindruck machen sollte. Nett designt war die Verpackung zumindest.
Der Burger selbst sah, nach meinen Maßstäben überraschenderweise besser aus, als ich es von dieser Kette erwartet hatte. Alles machte einen frischen Eindruck und wirkte nicht so zusammengematscht, wie es bei vielen anderen Bürgern der Fall ist.
Geschmeckt hat der Burger auch anders als seine vielen Brüder. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass er „frischer“ schmeckte. Das Gemüse auf dem Burger war auch als solches durch denk Geschmack zu identifizieren. Das Fleisch war saftig und schmeckte ebenfalls sehr lecker. Er schmeckte so, wie ich es von einem richtigen Burger erwarte und nicht wie ein zusammengeklatschtes Designprodukt. Obwohl es das natürlich ist.

Leider eine Mogelpackung

Eine Moselpackung ist der Burger trotzdem. Denn nur das Fleisch ist wirklich Bio. Die anderen Zutaten stammen weiter aus konventionellem Anbau. Dazu wird der Burger nur acht Wochen angeboten. Laut Pressestelle der Kette aus dem Grund, weil einfach nicht genügend Fleisch in dieser Qualität zu bekommen sein. Ob das mal so richtig ist? Es macht den Anschein, dass es sich bei dem Produkt einfach um einen netten PR-Gag handelt, um andere Käuferschichten zu gewinnen. Oder zumindest, so wie mich, einmalig in den Laden zu locken.

Trotzdem war der Burger lecker. Ich würde ihn wieder kaufen, trotz des höheren Preises. Ganz einfach deswegen, weil er vom Geschmack her so aus dem andern Sortiment heraussticht.

10 Kommentare

  1. Ramona sagt

    Hi,
    also dass die vorhandene Menge an Bio Rindfleisch begrenzt ist, würde ich bestätigen.

    Andererseits werden auch oft genug Bio Rinder konventionell vermarktet, da die Nachfrage für Biofleisch zum notwenidgen Zeitpunkt nicht da ist. Das Problem: Bei solchen “Projekten” werden große Mengen einheitliches Fleisch zu bestimmten Zeitpunkten benötigt (Industrie). Biorindfleisch wird aber oft nur von kleinen Betrieben produziert. Eventuell auch nicht in der benötigten Qualität (nur alte Milchkühe schmecken halt auch nicht).

    Die Produktion und der Markt stimmen einfach (noch) nicht über ein.

    Gruß Ramona

    • Da magts du recht haben. Ich denke, dass solche Produkte (und vor allem die Werbung) die Menschen mal wieder aufhorchen lassen. Im Grunde ist es doch traurig, dass man schon Bio kaufen muss. Es sollte der Standard sein, dass Lebensmittel so produziert werden!

  2. Hallo Daniel,

    ich finde es gut zu sehen, dass ein Konzern wie McDonald’s mit einer derartigen Aktion zeigt, dass sie besser sein können, als Pappe im Karton zu servieren. Auch die Club House Produkte empfinde ich schon als einen Schritt in die richtige Richtung (zumindest Richtung Geschmackserlebnis).

    Zu kämpfen haben die großen Konzerne unter anderem aktuell mit den vielen kleinen Burger-Buden die überall aus dem Boden sprießen und die oftmals qualitativ bessere Produkte anbieten.

    Ich bin gespannt, ob es die großen schaffen sich diesem Trend anzuschließen, oder ob der Trend früher abbricht und sich das Essverhalten mit der nächsten oder übernächsten Generation wieder ändert.

    Auf jeden Fall danke ich für deinen Erfahrungsbericht und werde den Burger auch mal probieren, bevor er wieder aus dem Sortiment verschwindet.

    Viele Grüße,
    Marco

    • Ich selbst gehe auch gerne in diese kleinen Burgerläden. Aber diese sehe ich mehr als Restaurant, denn als FastFoodTankstelle. Das wird auch der Grund sein, warum die Kleinen qualitativ besser sind. Auch wenn es eigentlich zu FastFood gehört, ist es das doch nicht unbedingt. Zumindest in den Läden, die ich kenne…

      • Aber diese sehe ich mehr als Restaurant, denn als FastFoodTankstelle. Das wird auch der Grund sein, warum die Kleinen qualitativ besser sind.

        Hallo Daniel,

        klar, hier bekommst du dein Essen immer frisch zubereitet. Ich habe entsprechende Burger in Köln, Berlin und Prag gegessen. Kein Vergleich zum besten McDonald’s-Burger, den ich jemals aß (das ist für mich der Bacon Clubhouse Chicken).

        Nur weiß ich eben nicht, ob diese Art von Restaurants ein nachhaltiger Trend sind oder ob es sich dabei lediglich um eine kurzfristige Phase handelt.

        Das erste solcher Restaurants, das mir auffiel gibt es nun schon seit 2010 und seitdem steigt der Andrang gefühlt bei jedem erneuten Besuch. Vor allem zu den Stoßzeiten. Optisch scheint es hervorragend zu laufen.

        Ich wünsche mir, dass entsprechende Qualität auch bei den großen der Branche angeboten wird. Hier hat mich auch KFC schon positiv mit seinen Burger-Kreationen überrascht. Ich bin aber auch gespannt, ob und wie lange sich deren Produkte halten werden. Vor allem, da in diesem Bereich, wie schon erwähnt, immer mehr kleinere Läden entstehen, die deutlich höherer Qualität bieten.

        Viele Grüße,
        Marco

  3. Der Preis hätte mich abgeschreckt. Das erinnert mich aber daran, dass ich unbedingt mal wieder selbst Burger machen sollte. Danke, dass ich jetzt nach dem Abendessen um 21 Uhr wieder Hunger bekomme. Das macht wohl auch einen guten Artikel aus. Gruß, Marco

  4. M@ria sagt

    5,49€ hätten mich auch abgeschreckt. Das sind ja Preise!
    Da ich seit Jahren nicht mehr in einem Restaurant war, habe ich aber auch kein Gefühl (mehr) für die Preise.
    Ich kaufe nur Grundzutaten und bereite alles Essen selbst zu. Da kommt man um einiges günstiger, auch wenn man Qualitätsware kauft.
    Wenn ich unterwgs bin, hab ich was zum Essen und zum Trinken dabei. Ist ne reine Gewöhnungssache.

    • Was man nicht alles für einen Blogbeitrag tut/isst… =D
      Aber für einen Burger bei einer FastFood-Kette, war dieser wirklich in Ordnung. Auch wenn es nur ein Marketinggag für die Verkäufer war.
      Wenn ich Burger selbst mache, dann nehme ich auch gar kein Fleisch mehr, sondern diese Burgermischung aus dem DM. Schmeckt mir besser als Gehacktes. Und ist dann auch selbstgemacht! 😉

  5. M@ria sagt

    Burgermischung. Selbstgemacht, oder eher selbst angerührt? OK, wir schwimmen auf verschiedenen Wellen. Ich bin raus.

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