Finanzen, Minimalismus
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minus 100

Eigentlich wollte ich heute endlich die Artikelserie über die kleinen und großen Ablenkungen abschließen. Aber mir ist vor Weihnachten überraschend ein Buch dazwischen gekommen, welches wirklich gut zum Thema passt und einige interessante Lösungen breitstellen soll. Deshalb werde ich mit diesem Artikel noch ein paar Tage warten.

Aufmerksame Leser meines Twitterfeeds werden im November von mir eine Frage gelesen haben:
Schaffst Du es bis Silvester 100 Dinge „loszulassen“?
Bereits Anfang November hatte ich mir vorgenommen, 100 Dinge aus meinem Leben zu entsorgen. Leider kam dann mein Ausfall dazwischen. Ich möchte hier jetzt keine Liste zum Besten geben, jedoch meine Erfahrungen und die Schwierigkeiten beschreiben, am Tag 1-2 Teile auszumisten.

Grundsätzlich habe ich auch hier wieder festgestellt, dass diese Aktion in Wellen verlief. An einigen Tagen habe ich eine ganze Kiste voll Kram entsorgt, an anderen Tagen viel mir nichts in die Hände, was weg sollte. Gezielt gesucht habe ich nämlich nicht, sondern nur etwas entsorgt, was mir über den Weg lief.
Natürlich habe ich das meiste nicht einfach in den Müll geworfen, sondern entweder vernünftig entsorgt, oder aber verschenkt, verkauft oder absichtlich verloren.

Herausgefunden habe ich, dass es neben den privaten Internetauktionshäusern noch viel weitere Möglichkeiten gibt, sein nicht mehr benötigtes Zeug loszuwerden. Dabei kann man sich sogar aussuchen, wie viel Aufwand man selbst in Kauf nehmen möchte. Das Spektrum reicht hier von trade-in-Händlern, über Kleinanzeigen, bis hin zum Verkauf über das allgegenwärtige Internetversandhaus. Je einfacher und schneller der Verkauf sein soll, desto wenige Geld bekommt man jedoch für sein Zeugs.

Und wieder einmal habe ich feststellen können, wie schwer es ist, sich von manchen Dingen zu trennen. Als Highlight kann ich hier mein Smartphone nennen, welches ich dann doch endlich durch eine Kleinanzeige verkauft habe. Und das, trotz kleinem Defekt, noch zu einem ziemlich guten Preis. Trotzdem war es nicht einfach, mich dazu durchzuringen. „Vielleicht könnte ich es ja irgendwann noch einmal gebrauchen!“ Ja nee, is klar…
Allerdings durfte ich auch erleben, dass es doch nicht immer alles so sorgenfrei Funktioniert  wie gedacht. Es kam zu Unstimmigkeiten bei einem trade-in-Händler und auch Internetauktionen laufen nicht immer Reibungslos ab. Ganz zu schweigen von den Gepflogenheiten auf Kleinanzeigenportalen…

Heute kann ich sagen, dass in den letzten 2 Monaten 99 Teile losgeworden bin. 😉 Und dass ohne zu Schummeln. Meine Schrömmelschublade ist weiterhin voll und ich wollte auch nicht jede einzelne Teesorte einzeln berechnen.

Es war aber schön, wieder einmal achtsamer durch die Wohnung zu streifen und sich nach langem Überlegen dann doch von einigen Dingen zu trennen.
Zudem wird es aber zunehmend schwerer überhaupt etwas zu finden, was sich noch ausmisten lässt. Die Teile werde immer größer oder spielen in meinem Leben eine größere Rolle. Eine nicht gemochte Teesorte auszusortieren ist bei Weitem einfacher, als ein Smartphone, Möbel oder einen Rechner abzugeben. Dies liegt nicht nur an der persönlichen Relevanz, sondern auch am Aufwand und dem finanziellen Verlust, der entstehen kann.

Bestimmt werde ich einen solchen Ausmist marathon irgenswann einmal wiederholen. Nur ein Jahr lang würde ich es wohl nicht durchhalten. Hut ab vor den Menschen, die sowas schaffen!

2 Kommentare

  1. Minus 600 bin ich jetzt. Nach 6 Monaten. Nun finde ich auch fast nix mehr zum Ausmisten. Lebt sich leichter mit so wenigen Dingen. Fühle mich freier. Die Wohnung ist riesig :). Sind nur 55 qm. Einkaufen dauert länger, weil ich nun kritischer bin. Vorräte mag ich auch nicht mehr haben. Ich mag’s lieber leer ;).

  2. Pingback: Tag 21: Vorschau auf den Februar | Apfelmädchen & sadfsh

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