Unterwegs
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Pendler

In den letzten Tagen habe ich noch wie wild überlegt, was ich mal wieder gravierendes in meinem Leben ändern kann. Heute Platze der Kragen und ich wusste, was zu tun ist.

Ich pendle jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit. Es sind zwar nur ca. 20 Kilometer, aber trotzdem brauche ich, je nach Verkehr, 40 – 60 Minuten dafür. Mit dem Fahrrad würde ich die Strecke zwar schaffen, jedoch führt diese fast ausschließlich über sehr stark befahrene Straßen und das macht nicht wirklich Spaß. Bereits früher bin ich immer mal wieder für einige Zeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit gefahren, jedoch seitdem ich mir um die aktuellen Benzinpreise und den Zustand des Autos keine Sorgen mehr machen muss, wollte ich nicht wieder umsteigen, da dies mit zusätzlichen Kosten von ca. 100 Euro verbunden ist.

Ich empfinde das Pendeln im Berufsverkehr als ziemlich belastend und stark frustrierend. Besonders wenn es mal wieder nicht weiter geht und in aller Seelenruhe ein Fußgänger oder Radfahrer an einem vorbeihuscht. In solchen Momenten fühle ich ein gewisse Ohnmacht gegenüber diesen „ausWEGlosen“ Situationen (Unfälle, Vollsperrungen, Staus im Stadtgebiet) im Straßenverkehr, vor allem, wenn alle Wege „dicht“ sind.

Heute morgen kam dann irgendwie alles zusammen: Stau, Mülltransporter und Gegenverkehr in kleinen einspurigen Straßen, allgemeine Parkplatzarmut und ältere Herren, die ins Auto einsteigen, jedoch über 10 Minuten nicht losfahren. Die einzige Parkmöglichkeit in der nähren Umgebung, an der garantiert ein Platz frei ist, muss mit einem Fußweg von ca. 25 Minuten bezahlt werden. Gegen das Laufen habe ich nichts, aber wenn ich sich mein Arbeitsweg deswegen weiter verlängert, finde ich das nicht so prickelnd. Und da man immer eine Wahl hat, habe ich mir heute Morgen gesagt, dass ich diesen Stress in nächster Zeit nicht mehr erleben möchte.

Demnach werde ich das Auto in den nächsten Wochen stehen lassen und nicht mehr damit zur Arbeit pendeln. Das heißt zwar nicht, dass ich gar nicht fahren werde, aber der Arbeitsweg ist tabu.

Ich bin ziemlich gespannt, was dies aktuell für Auswirkungen haben wird. Gewichtsverlust, den ich im Moment gebrauchen kann, ist so gut wie sicher, da jede vorhandene Treppe genutzt wird. Auch das einkaufen wird leichter, da ich es nebenbei auf dem Rückweg erledigen kann, ohne dass ich extra Umwege fahren muss, wie dies mit dem Auto der Fall ist. Aber am meisten bin ich gespannt auf die Anspannung und ob ich es als ruhiger empfinden werden, als das Autofahren. Auch wird interessant zu erleben, wie fit ich nach der Fahrt bin, da das Autofahren mich im Moment stark ermüdet.

Ich bin mir sicher, dass dieses Experiment einige interessante Einsichten und positive Erfahrungen mit sich bringen wird. Ick freu mir!

3 Kommentare

  1. Hallo Daniel,

    ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen. Ich fahre jetzt seit 4 Monaten wieder mit der Bahn und hatte einen Weg von 1h ca 60km. Jetzt brauche ich ca 1,5 Stunden und habe das Auto komplett abgeschafft, dadurch fallen viele Kosten weg. Vielleicht solltest du dir etwas überlegen, wie du die Zeit füllen kannst. Bei mir sind es Ebooks und Hörbücher. Du hast jetzt mehr Zeit, in der du weniger Aufmerksamkeit auf den Weg lenken musst. Ich habe gelernt, den nach Hause Weg, schon als Feierabend zu genießen, abgesehen von den pendelnden Zombies, aber das ist eine andere Geschichte. Da dein Leidensdruck so groß geworden ist, wünsche ich dir viel Spaß beim Pendeln & viele positive Effekte

    Michael

    • Ich glaube, ich bin einer dieser Zombies, die du beschreibt. Zumindest dann, wenn ich nicht grade an lustiges Hörbuch höre.
      Hörbücher und Podcast sind mir bisher die liebste Unterhaltung beim Pendeln. Aber das war auch im Auto nicht anders. Lesen werde ich natürlich auch mal versuchen. Hab noch zu viele Sachen hier, die ich lesen “muss”. Ich werde von meinen Erlebnissen berichten.
      liebe Grüße
      daniel

  2. Hi, ich finds auch toll, trotz den Unannehmlichkeiten die soviele Menschen auf einen Haufen mal bringen 🙂
    Aber selber am Steuer sitzen schont auch nicht unbedingt die Nerven.
    Bin auch gespannt auf die Erfahrung und Erlebnisse 🙂
    LG von einer, die schon lange ohne Auto lebt.

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