Konsum
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Shoppingdiät?

Diverse Blogs berichten über ihre Versuche, sich dem exzessiven Konsum zu verweigern. Meist sind diese Versuche auf bestimmt Domäne wie Kleidung oder Technik beschränkt. Mich beschäftigt derzeit der Gedanke, ob ich ebenfalls ein Jahresexperiment beginnen sollte, welches in diese Richtung zielt. Jedoch stellen sich mir einige Fragen, dessen Beantwortung nicht ganz so einfach ist, für mich als Rahmen sehr wichtig sind.

Was ist überhaupt „Shopping“?

In der Wikipedia wird Shopping als die „Tätigkeit des Einkaufens oder auch nur des Besuchens von Geschäften sowie das Flanieren durch Ladenstraßen und Einkaufszentren zum Zwecke des Erwerbs von Konsumgütern“ von Privatpersonen definiert. Soweit, so gut. Aber was ist mit Konsumgütern gemeint? Fallen lebensnotwendige Dinge wie Grundnahrungsmittel, Kleidung, eine Wohnung und so weiter auch zu den Konsumgütern? Laut Wikipedia ist dies so. Demnach könnte auch der Lebensmittelkauf als Shopping bezeichnet werden Dies halte ich jedoch für völligen Unfug in unserer modernen Zeit, da wir mehrheitlich nicht in der Lage wären, den Wochenmarkt und Supermärkte links liegen zu lassen und dafür unsere Lebensmittel selbst anzubauen. Sehrwohl aber kann man den Kauf von Gütern abseits des Labels „Grundlebensmittel“ als Shopping beschreiben, denn ein ausschweifender Streifzug durch die Süßwarenabteilung eines großen Nahrungsmittelgeschäftes würde den oben beschriebenen Kriterien entsprechen.

Zusammengefasst: Shopping würde ich als den Besuch von Geschäften als Freizeitgestaltung und den Erwerb von nicht lebensnotwendigen Gebrauchs- und Verbrauchsgütern definieren.

Somit ist der Rückzug auf eine Domänen bei einer Shoppingdiät durchaus sinnvoll. Welche dies bei mir seien könnte, werde ich mir in den nächsten Wochen genauer überlegen. Fest steht jedoch, dass ich in irgendeiner Form eine solche „Jahresdiät“ angehen möchte. Denn wie ich derzeit wieder feststelle, siehe ich viele Dinge in einem anderen Licht, wenn ich bewusst auf diese Verzichte, aber dazu mehr in der nächsten Woche…

4 Kommentare

  1. Ausgerechnet heute habe ich auch wieder darüber nachgedacht, die Idee aber wieder verworfen, weil ich sowieso nicht wirklich “shoppe”. Mein Problem ist eher, dass ich beim Bastelkram ein bisschen zulange, wenn ich im Laden bin um etwas Bestimmtes zu kaufen.
    Gut, das Zeug verbraucht sich selbst, aber irgendwie…ich weiß nicht…ist es unnötig…
    Lebensmittel würde ich auch nicht unter “Shopping” einordnen, sondern eben als “einkaufen”.
    Ich glaube, Wiki vermischt da ein paar Sachen.

    • Liebe Frau DingDong,

      “shoppen” tue ich auch recht wenig. Es werden hauptsächlich Sachen gekauft, die ich auch wirklich benötige. Dennoch kaufte ich ab und an schon mal etwas (vielleicht zu schnell?), was nicht sein müsste oder weil ich es grade UNBEDINT haben MUSS. Ich erkenne einige Muster in meinem Verhalten, die so nicht hinnehmen und verändern möchte. Und ich merke grade, dass ein radikaler Verzicht für mich erfolgversprechender ist, als eine Reduktion. Und grade ein Versuch über einen längeren Zeitraum, reizt mich im Moment sehr.

      ganz liebe Grüße
      daniel

      • Leser sagt

        Was hälst du von einer Notiz im Moleskin mit Dingen, die du kaufen möchtest anstatt diese sofort zu erwerben. Steht die Sache dann nach einigen Wochen immer noch auf der Liste wird sie wirklich benötigt. Bei mir führt das zumeist dazu, dass ich mich manchmal wundere was ich da auf der Liste stehen habe und dann durchstreiche.

  2. hallo,
    bei mir war es so, dass ich durch den verzicht auf die eine sache auch die anderen bewusster wahrgenommen habe. ich habe 1 jahr auf neu gekauftes verzichtet, woraufhin ich dann viele 2nd-hand-sachen gekauft, bei dm geshoppt und im bastelladen versunken bin. jetzt im nachhinein kann ich aber sagen, dass das phasen waren und dass ich mittlerweile insgesamt viel weniger shoppe. auch nach dem jahr kaufe ich nicht wieder bei h+m und co ein. und auch 2nd-hand-sachen kaufe ich viel, viel weniger. und das alles, obwohl ich mir inkonsequenterweise noch einige ausnahmen genehmigt habe….(z.b durfte ich einen geschenkt bekommenen h+m gutschein einlösen.)
    einen versuch ist es auf jeden fall wert! und eigentlich ist es sehr, sehr einfach!
    hier der blog: http://1jahrnichtsneueskaufen.blogspot.de/
    liebe grüße!

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