Psychologie
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aus der Versenkung

Kennt ihr das auch? Manchmal ist man so von seiner Umwelt oder sich selbst eingenommen, dass man nichts mehr schafft. In die Versenkung geraten… Mir passiert dies leider regenmäßig. Das kann man wunderbar daran erkennen, dass hier im Blog länger mal wieder kein Artikel erscheint.
Dabei war ich nicht nur faul. Ich habe an meinem Buch weitergerabeitet. Habe wieder mal Kurzgeschichten geschrieben. Oder war einfach nur mal in der Sauna entspannen.
Interessant ist, dass sich in den letzten Monaten wieder mehr Zeugs bei mir angesammelt hat. Ich bin zwar kein Messie geworden, aber dennoch wird es mir langsam zu viel. Meine Selektion von Büchern, Filmen bzw. Serien und Spielen funktiniert auch nicht mehr richtig. Es gibt also wieder ein bisschen was zu tun.

Das einzige, was mich im Moment wirklich stört, ist die Tatsache, dass ich mich irgendwie so fühle, als würde ich auf der Stelle treten. Ich komme nicht voran. Wobei ich aber auch zugeben muss, dass ich nicht wirklich weiß, in welche Richtung es gehen soll. Ich brauche Veränderung, aber ich weiß nicht, wie diese aussehen kann…
Ein Paukenschlag wäre jetzt genau das Richtige. Aber wenn dieser nicht von Außen kommt, dann weiß ich auch nicht. Vielleicht hilft mir mein Urlaub im Dezember ein wenig, eine neue Blickrichtung zu finden.

Kennt ihr sowas auch? Festgefahren zu sein? Nicht weiter zu kommen? Nicht wissen wohin? Was hab ihr in einer solchen Situation gemacht??

4 Kommentare

  1. Der Situation und mir selbst Zeit lassen – ich werde merken, wann ich so weit bin.
    Mir geht es mit einer beruflichen Sache ähnlich. Ich komme auch nicht voran, habe aber noch keine sinnvolle Idee (möchte gerne eine Weiterbildung machen). Ich habe eher eine gute Vorstellung davon, was nicht in Frage kommt (ein Vollzeit-Masterstudium).
    Momentan akzeptiere ich einfach die Situation, wie sie ist. Es ist okay, dass es mal nicht weiter geht. Es ist nur in der Gesellschaft nicht so akzeptiert, oder?
    LG Nanne

  2. Schön wieder von dir zu lesen!
    Ich kann Stillstand überhaupt nicht gut ab, dazu bin ich zu ungeduldig. Aber dank meines Anders-Aprils habe ich ein paar Möglichkeiten entdeckt. Ich schiebe ab und zu immer etwas Spontanität in die Woche. Für den Anfang reicht es mir, wenn ich einen Alles-Anders Tag mache und dann abends in mich hinein spüre, was mir gefallen hat und was mir gar nicht gefallen hat.
    Das bringt ein bisschen frischen Wind in den Alltag.

  3. Ich kenne Tage an denen ich im Internet Katzenbildern und Konzertvideos anschaue, vor meinem geistigen Auge aber stets aufräume, bis es irgendwann zu spät ist und ich nur noch ins Bett gehen muss. Erledigungsblockade!

    Wieso gibst Du den Dingen so viel Macht über Dich? Sie lachen doch, Du hast jahrelang einen Blog über das Aufräumen geschrieben und nun rauben Dir DVDs und Bücher, die einen Bruchteil Deines Besitzes ausmachen die innere Ruhe?

    Was fühlst Du wenn Du nach innen horchst bei dem was Du gerade machst? Zum Leben gehört Zufriedenheit und diese lässt sich nicht allein durch eine aufgeräumte Selektion von Büchern, Filmen und Spielen erreichen. Minimalismus bedeutet Fokus auf den Kern des Zweckes. Wenn Du es geschafft hast allen überflüssigen Ballast abzuwerfen, dann bist Du dort angekommen wo ich gerne sein möchte: In der Zukunft, bei der vielleicht ein paar Sachen stören und nicht eine ganze Wohnung. Wo jede Schublade den Blick zum Streichholz wandern lässt. Niederbrennen um endlich bei NULL anzufangen um jede Sache genau abgewägt zu kaufen. Du hast es bereits geschafft, Du musst Du nicht auf der Stelle treten, mit Deinen Gewinn an Zeit kannst Du Leidenschaften verfolgen. Leidenschaft gibt uns Erfüllung.

    Also, klapp den Computer zu und horche in Dich, wohin möchte die Leidenschaft? Musik machen oder Musik hören? Tanzen? Es wird sich einstellen. Ein Buch schreiben erzeugt am nächsten Tag ein Gefühl von Leere. Wie ein Abend mit viel Schokolade, der Magen fühlt sich hohl an und man möchte essen, ist aber eigentlich satt. Da gibt es kein Patentrezept. Ich schreie Bäume an, aber kann es nicht empfehlen.

  4. Mathias sagt

    Ja, die allabendliche Leere obwohl alles gut ist. Zur Zeit wird das durch das Wetter nochmal gut gefördert. Die Wirkung von wechselnden Jahreszeit sollte man nie vernachlässigen! 🙂
    Hinterfrage mal deinen Job und schau was da an Potential liegt.
    Zuhause aufgeräumt zu sein heißt ja nicht das gesamtheitlich alles im Gleichgewicht ist.

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