Konsum, Minimalismus
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Vorratsverbrauch

An den Tagen, an denen ich mich mit dem Ausmisten beschäftige, umschiffe ich immer einige Bereiche. Vor allem in der Küche haben sich in den letzten Jahren immer wieder Sammlungen von Dingen gebildet, die so eigentlich nicht sein müssten. Die Rede ist hier von der Vorratshaltung, welche die einen mehr, die anderen weniger betreiben. Der Abbau der vorrätigen Produkte habe ich mir als neues Ziel für die nächsten Wochen gesetzt. Was hat sich bei mir angesammelt?

  • Nahrungsmittel: Viel Nahrungsmittel sind nicht so lange haltbar, dass sie in den Bereich „Vorratshaltung“ fallen könnten. Allerdings gibt aus welche, die sich halten. Bei mir sind dies vor allem Nudel und in den Wintermonaten tiefgefrorene Früchte, vor allem Beeren jeglicher Art. Aber einen Bereich bekomme ich gar nicht in den Griff:
  • mein Teesortiment. Sowohl zuhause als auch bei der Arbeit halte ich so viele Tees auf Halde, dass ich bestimmt für ein Jahr kein neuen Tee kaufen müsste. Hier bin ich anfällig: sehe ich einen Tee, den ich noch nicht kenne, kaufe ich diesen. Leider gibt es so viele neue Sorten, dass ich oft zugreifen muss(te).
  • Auch beliebt sich bei mir Drogerieartikel. Grade um die Feiertage wie Ostern oder Weihnachten sammeln sich bei mir Duschgels, Badezusätze, Seifen und Gels in allen Formen, Duftnoten und Fragen. Das hatte ich davon, dass ich mir zu Weihnachten nichts gewünscht habe und allen sagte, dass ich nichts haben will…
  • Bücher: Jahrelang habe ich mich darauf gefreut, dass ein Eiscafe in der Essener Innenstadt seinen Betrieb zum Herbst hin einstellt und daraus ein Buchladen wurde, der Mängelexemplare von Romanen und Sachbüchern verkaufte. Zu viele Bücher, die ich nie gelesen habe, aber unbedingt mitnehmen wollte, hatten sich im Laufe der Jahre angesammelt. Klassisch. Nun, von all diesen Büchern habe ich vielleicht noch 2 bis 3, die ich wirklich gerne lesen würde. Den Rest habe ich verkauft oder verschenkt.
  • Das gleich gilt auch für Filme, Serien, Dokus oder Computerspiele. Auch diese lassen sich gut „für schlechte Zeiten“ auf die Seite legen.

Das große Problem ist nur, dass diese schlechten Zeiten eigentlich nie kommen. Ich habe immer was zum Lesen, zum Essen oder zum Duschen da. Und eigentlich ist es doch eher umgekehrt: Noch bevor ich etwas gelesen, gegessen oder verbraucht habe, interessiert mich schon wieder etwas anderes. Im schlechtesten Fall wird das dann gekauft und im Vorratsschrank verstaut. Im besten Fall landet es nur auf einer Liste, die immer länger wird. Aber sowohl die Vorräte, als auch die Liste können Stress hervorrufen, grade wenn es sich um verderbliche Vorratswaren handelt.

Was ist zu tun?
Für mich habe ich beschlossen, meine Vorratshaltung zu reduzieren. Ich war nie der Typ, der sich Großpackungen kauft, weil diese billiger sind. Aber grade bei kleinen Teilen wie Tee oder einem neuen Duschgel, bin ich schnell dabei, es einfach mitzunehmen um es auszuprobieren. Dies möchte ich in der nächsten Zeit angehen. Es gilt nichts neues zu kaufen und alles vorhandene verbrauchen. Hierbei geht es hauptsächlich um Nahrungsmittel, Tees und Drogerieartikel. Die vorhanden Medien habe ich ja bereits entfernt. Mein Ziel ist es, ein Regal in dem sich hauptsächlich Tees, Nudel und anderer Vorrat befinden in den nächsten Wochen zu leeren und damit dieses Regal überflüssig zu machen. Mal sehen, wie schwer oder einfach das werden wird.

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