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wie ich blogge

by Gustavo da Cunha Pimenta/flickr.com

by Gustavo da Cunha Pimenta/flickr.com

Nachdem ich ja viele Reaktionen auf meinem Blogartikel zum meinem Neustart bekommen habe, möchte ich hier nochmal meinen „normalen“ Alltag beschreiben. Der Text zielte darauf ab zu zeigen, was sich so alles in einem halben Jahr ansammeln kann.
Der heutige Artikel soll zeigen, wie mein normaler Ablauf aussieht. Wie ich schreibe und wie ich mit den sozialen Netzwerken umgehe.

Vor langer Zeit habe ich mal diese Fragen zu dem Thema im Netz gefunden. Leider weiß ich die Quelle nicht mehr. Aber ich denke, sie sind gut um zu zeigen, wie ich am Blog arbeite.

1. Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?

Gebloggt wir auf einer aktuellen WordPressinstallation. Da ich häufig Artikel über meine Erlebnisse und Sichtweisen schreibe, muss ich da nicht viel recherchieren.
Allerdings habe ich in Evernote ein eigenes Notizbuch, wo ich interessante Artikel anderer Sammle, die ich irgendwann nochmal aufgreifen möchte.
Das Schreiben selbst erledige ich zur Zeit fast komplett mit dem iA Writer. Ich liebe dieses Programm, weil es so einfach gehalten ist und sehr chic aussieht.

2. Wo sammelst du deine Blogideen?

Meine Ideen sammle ich als Überschriften in Wunderlist. Dort habe ich eine eigen Liste, in der ich alle meine Artikelideen sammle.
Daneben habe ich in Scrivener eine eigene Datei für meine Blogtexte. Dadrin gibt es einen Ordner für konkretere Artikelideen sowie einen für Textentwürfe. Scrivner ist auch das Programm, in dem ich meine eBooks geschrieben habe. Es ist sowohl ein mächtiges, als auch ein einfaches Schreibtool. Ich kann es jedem, der gerne schreibt nur an Herz legen.

3. Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?

Ob es ein Zeitspartrick ist, kann ich nicht sagen, aber ich habe meine eigene Vorgehensweise, wenn es ums Bloggen und alles drum herum geht.
Wenn ich etwas Zeit habe, dann nehme ich mir erstmal meine Twittertimeline vor. Interessante Artikel lese ich aber nicht gleich, sondern schiebe sie in die read-it-later-App Pocket.
Danach schaue ich in meinen Reader gReader, ob es neue Blogartikel gibt. Interessante Artikel lese ich, alles andere wird geskipt.
Nun bin ich meistens genug im Thema drin, dass ich mich an meine Ideen setzen kann und anfange zu schreiben. Sollte ich darauf keine Lust haben, lese ich mich noch durch meine Pocket-Artikelliste, die nie mehr als 10 Artikel beinhaltet. Da achte ich sehr drauf.

4. Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?

Ich nutze Wunderliste für kleinere Ideen und Überschriften sowie Evernote für kleinere Texte, Listen und Artikelsammlungen.
Artikelsammlungen hatte ich auch mal eine Zeit lang offline, ausgedruckt in einem Ordner. Das wurde mir aber irgendwann zu doof…

5. Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät ohne das du nicht leben kannst?

Ich habe ein kleines, altes Tablet, auf dem sich mein gReader und Pocket befindet. Vermutlich könnt ich auch ohne Leben, aber auf den Handydisplay lese ich zu ungern. Ist mir irgendwie zu klein.
Welches Gerät ich aber zum Lesen nicht mehr missen möchte, ist mein Kindle. Hat zwar nur indirekt etwas mit dem Bloggen zu tun, aber zu lesen ist es mein Lieblingsgerät. Habe es auch eigentlich jeden Tag in der Hand.

6. Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?

Ich glaube nicht, dass ich etwas besonders gut mache. Vielmehr kann ich viel von anderen Bloggern lernen. Grade der ganze Socialkram ist für mich zumeist noch ein Buch mit sieben Siegel.

7. Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

Bei mir am Schreibtisch steht ein kleines Internetradio, auf dem fast ausschließlich der Sender FriskyChill läuft.

Jetzt würde es mich natürlich interessieren, wie ihr mit dem Thema Blogs und Bloggen umgeht. Wie lest ihr Blog und welche SocialMedia-Kanälen folgt ihr regelmäßig? Und falls ihr selbst bloggt: Wie macht ihr es? Hat ihr irgendwelche besonderen Tricks?

10 Kommentare

  1. Guten Morgen Daniel,

    das “wie” hat mir schon weiter geholfen, fehlt nur noch das “was”. Aber das dürfte wohl mein ganz persönliches Problem sein.
    Ich denke selber schon eine Zeit lang darüber nach, auch zu bloggen. Daher kommt dein Artikel genau zu rechten Zeit.
    Evernote nutze ich ebenfalls und als Reader nehme ich Feedy.

    • Die Frage nach dem “was soll ich bloggen” sollte man sich in Ruhe überlegen. Am besten ist es, über etwas zu schreiben, was einen auch wirklich täglich interessiert. Über ein Hobby oder eine Leidenschaft. Nur zu bloggen um “Ruhm” abzubekommen oder Geld zu verdienen halte ich für Schwachsinn. Das kann alles mal kommen. Ich hätte nie gedacht, was sich alles durch meinen kleinen Blog, den ich damals ohne eigene Domain oder irgendwelches Hintergrundwissen erstellt habe, mal so alles werden und passieren würde.
      Es ist aber wichtig regelmäßig dran bleiben zu können. Deswegen solle es auch ein Interessensgebiet sein, über das man schreibt. Ich selbst hatte Anfang des Jahres den Kaffee auf vom Minimalismus. Ich dachte, es wäre alles gesagt und ich hatte keine neuen Ideen. Meine Auszeit hat mich wieder zurückkommen lassen und ich habe heute mehr Spaß an dem Thema als je zuvor. Auch so kann es gehen. Aber einfach immer weiter zu machen, nur weil es einen selbst interessiert, ist denke ich, das Wichtigste.

  2. Ich blogge nur beim Fönen. Damit die Zeit sinnvoll genutzt ist. Weil fönen ewig bei mir dauert. Ohne deine unterstrichenen Wörter, die ich alle nicht kenne und nicht brauche. 🙂 Sicher, dass es eine Erleichterung ist? Wir Filterlosen verlieren uns ja leicht in so einem Kram. Ich lese auch keine anderen Blogs dafür. Schön dich wieder zu lesen. Ich brauchte auch eine Minimalismus-Pause. Das Thema war für mich ausgelutscht. Jetzt miste ich innen aus. Gewohnheiten. Erfolgreich! Kann mein Glück kaum glauben.

    4 Tage ohne Heizung und ohne heißem Wasser. Alle wünschen sich Survival oder einfaches Leben. Ich werde es nie verstehen! In 10 Minuten kommt der Monteur! Ich hoffe, ich knutsch den gleich nicht ab!

    Liebe Grüße – Tanja

  3. Ich lese Blogs schon weitaus länger, als ich selbst blogge. Es kam zwar immer wieder vor, dass ich mich an ein Thema drangesetzt habe, es aber meist nach zwei bis drei Artikeln wieder aufgab, weil einfach das Interesse fehlte. Über Minimalismus bzw. einfaches Leben wollte ich auch schon schreiben, aber zu diesem Thema lese ich deutlich lieber. Letztlich kam ich aber durch dieses Thema zu meinem jetzigen Interessengebiet und Blogthema.

    Um die oben beantworteten Fragen auch mal aufzugreifen:

    1. Ich schreibe meine Artikel in iA Writer vor und kopiere sie anschließend direkt ins WordPress Adminpanel. Bookmarks verwalte ich ganz klassisch in der Lesezeichenablage des Browsers bzw. dessen Leseliste (ich bin grundsätzlich ein Freund von inhouse-Apps; nutze also gerne das, was mir das Betriebssystem direkt zur Verfügung stellt). Meine Recherche findet hauptsächlich auf anderen Blogs, Nachrichtenseiten oder in Fachbüchern statt.

    2. Diese sammle ich wie schon unter Punkt 1 erwähnt als Lesezeichen im Browser oder in meiner Notiz-App. Darin habe ich eine Liste, in der ich sämtliche Ideen als Überschriften festhalte und bei Gelegenheit auf ein Thema, das mich im Moment besonders interessiert, zurückgreifen kann.

    3. Um Zeit zu sparen ergänze ich einiges in besagter Ideenliste direkt hinter der Überschrift, sodass ich für mich einen Leitfaden zu dem hinter der Überschrift stehenden Beitrag habe. Wenn ich selbst Blogs lese, gehe ich systematisch meine Lesezeichen durch und schaue, ob es auf dem jeweiligen Blog etwas Neues gibt, wenn nicht, schaue ich mir den nächsten Blog an. Das könnte mit einem Feedreader in der Tat deutlich schneller gehen, aber so kann ich den Beitrag gleich lesen und kommentieren. Außerdem sehe ich zu, dass sich die Liste der Blogs, denen ich folge, sehr in Grenzen halten.

    4. Ich habe gar keine Todo-Listen. Das was dem am nächsten kommt, ist mein E-Mail-Eingang. Diesen versuche ich zeitnah abzuarbeiten. Das hat aber weniger mit bloggen zu tun.

    5. Ich lese sehr viel auf meinem Tablet, weil es schnell zur Hand ist und ich dort beim Lesen schnell meine Notizen ergänzen kann.

    6. Definitiv nicht. Dafür bin ich noch nicht lange genug dabei.

    7. Da ich nur eine Sache machen kann und sehr schnell abgelenkt bin, höre ich keine Musik beim Schreiben oder Lesen.

    Social-Media folge ich in keiner Art und Weise. Ich habe es aufgegeben Dingen zu folgen. Seien es Podcasts, Videocasts, Feedreader, Twitter oder Facebook. Ich komme zwar immer mal wieder auf Tweets, oder interessante Podcast-Folgen und schaue mir zu gewissen Themen auch gerne mal mehrere YouTube-Videos an, aber ohne Regelmäßigkeit.

    Selbst blogge ich unregelmäßig, dennoch freue ich mich jedes Mal auf und über neue Artikel. Und das ist für mich das Wichtigste.

    Am besten ist es, über etwas zu schreiben, was einen auch wirklich täglich interessiert.

    Deswegen unterschreibe ich das auch so.

    • Vielen dank für die Einsichten in deinen Blogalltag. Ich finde es immer interessant, wie andere sowas machen.
      Nur das mit dem Lesen von Blogs ohne Reader würde mich wahnsinnig machen. Würde gar nicht mehr klar kommen…

  4. Hi Daniel,
    ich glaube mit dem Artikel ist klar geworden, dass du beim bloggen nicht unter einem Berg von “Arbeit” zu ersticken drohst.

    Ich benutze schlicht die Leseliste vom Safari zum späteren Lesen von interessanten Artikeln und die bookmarks für interessante blogs, die ich regelmäßig ablaufe nach neuen Artikeln.

    Meine blogeinträge schreibe ich in meinem digitalen Tagebuch in pages, welches alle paar Jahre zu einem pdf wird und in mein Festplatten-Archiv kommt.

    Als Notizbuch für alles verwende ich ein Leuchtturm oder Moleskin Buch aus Papier.

    Ich glaube am Ende des Tages spielt ohnehin nur die Qualität des Inhaltes eine entscheidende Rolle. Wenn man bedenkt auf welchen Geräten die bisherige Weltliteratur verfasst wurde, kann man wohl keine “schlechte” Technik verwenden, sondern muss nur für sich selbst einen geeigneten Weg finden, seine Gedanken zu ordnen.

    Gruß, Marco

  5. Hi Daniel,
    Zu 5. kann ich Dir noch einen kleinen Tipp geben: Solltest Du »Calibre« auf Deinem Rechner haben, kannst Du auch dort Deine RSS-Feeds eintragen und das Programm dann dazu anweisen, in regelmäßigen Abständen aus den neusten Artikeln ein kleines E-Book zu machen, das dann auf den Kindle hochgeladen werden kann. Für Pocket-Artikel geht das aber leider nicht.

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