Konsum, Minimalismus
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zwei Fragen (1)

In den letzten Wochen habe ich mir ein paar Gedanken zum Thema „Konsum“ gemacht. Das meiste ist ja bekannt:

Wir konsumieren zu viel , zu schnell und ohne größere Notwendigkeit. Dabei verschwenden wir zu viele Ressourcen, welche oft aus fragwürdigen Quellen stammen, durch unfairen Handel und/oder ausbeuterische Methoden auffallen. Teilen wollen wir unsere Besitztümer natürlich nur ungern mit Anderen.

So lässt sich das ganze Thema und die Kritik kurz zusammenfassen. Nun drängten sich mir aber zwei Fragen auf, die ich nicht ohne größere Denkanstreungen zu beantworten wusste und über die ich mir weiterhin den Kopf zerbreche. Eine Denksportaufgabe, sozusagen.

Erste Frage: Konsumieren wir nicht eigentlich ständig?

Hierzu kommt es natürlich auf die Definition an. Mein erste Gedanke war natürlich Konsum mit „Geld ausgeben“ zu definieren, was aber schnell an seine Grenzen stößt. Denn konsumiere ich etwa nicht, wenn ich vor dem Rechner sitze und im Netz surfe? Ein Blick schneller Blick in die Wikipedia hilft. Hier wird Konsum als „Verzehr und Verbrauch  von Gütern“ definiert, was auch meinen Überlegungen sehr nahe kommt. Somit kann eine Internetseite, ein soziales Netzwerk, ein geliehenes Buch oder Video oder ein Telefonat ebenfalls als Konsum bezeichnet werden. Somit komme ich zu dem Ergebnis, dass wir eigentlich in fast allen Situationen in unserem Kulturkreis irgendetwas konsumieren.

Diese Frage stellte ich mir, weil ich schon oft in meinem Leben festgestellt habe, dass sich vor allem Medien bei mir in einer „Komsumreihe“ einreihen und gelesen, geschaut oder gehört werden wollen. Ohne es zu merken, streikt in mir der komplette Selektionsprozess. Ich war und bin, (vermutlich durch Werbung,) nicht wirklich im Stande, meine medialen Konsumgüter sorgfältig auszuwählen und dabei auch einige unter den Tisch fallen zu lassen. Einfach in eine Liste geparkt und fertig. Irgendwann werde ich schon die Zeit haben, diese „abzuarbeiten“.

Und genau hier ist der Punkt erreicht, wo ich mich dagegen wehren muss. Denn wenn ich diesen Konsum schon als „Arbeit“ bezeichne und vieles nur noch konsumiere, weil es „alle tun“ oder weil ich es „gesehen haben muss“, dann ist der Punkt erreicht, die Reißleine zu ziehen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Was mich wiederum zu der zweiten Frage bringt…

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to be continued

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