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minimalistisches Badezimmer

Blick in mein Badezimmer

Blick in mein Badezimmer

Der Herbst ist da. Und wir muggeln uns wieder in unsere Wohnungen ein und machen es uns bequem. Viele praktizieren den Frühjahrsputz. Im Gegenzug habe ich das Herbstausmisten etabliert.

In den kommenden Wochen möchte ich mich jeden Montag mit einem spezifischen Teil der Wohnung auseinander setzen. Dabei möchte ich zeigen, wie wir minimalistischer Wohnen können, ohne uns dabei auf nur 100 Teile reduzieren zu müssen. Exemplarisch werde ich dabei auch ein paar Einblicke in meine Wohnung geben. Dabei wirst du sehen, dass man auch mit mehr als 100 Gegenständen durchaus einfach leben kann. Anfangen möchte ich heute mit dem Badezimmer.

Das Badezimmer ist für mich ein Ort der Stille. Ich liebe es, an kalten Tagen Abends in die Badewanne zu steigen, leise Chillout zu hören und dabei zu lesen. Dabei würde mich ein zu vollgestelltes Badezimmer schon sehr ablenken und unruhig machen. Deswegen galt für mich von jeher, dass ich besonders wenig in meinem Badezimmer stehen haben möchte.

mein minimalistisches Badezimmer

Die Toilette, die Badewanne, eine Waschmaschine, das Waschbecken, ein selbstgebastelter, kleiner Mülleimer, ein kleiner Unterschrank und ein Spiegelschrank. Das ist alles, was sich in meinem Badezimmer befindet.

Neben der Toilette und der Waschmaschine stehen die entsprechend benötigten Wasch- und Reinigungsmittel. Das Waschmittel stelle ich dabei selbst her. Bei den Reinigungsmittel beschränke ich mich auf jeweils einen Kloreiniger und einen Allzweck-Badeeiniger der Marke Frosch oder einer entsprechenden Eigenmarke.

Am Badewannenrand steht ein Duschgel sowie ein Badezusatz. Das war in der Vergangenheit auch schon mal mehr, grade bei den Badezusätzen. Aber hier beschränke ich mich heute bewusst auf eines. Genau wie beim Duschgel. Früher nutze ich immer verschiedene, je nach Anlass. Heute entscheide ich mich für einen Bestimmten Duft, für den es auch ein Aftershave und ein Deo gibt, alles in entsprechend guter Qualität und ohne Aluminium.

Der Spiegelschrank und die dazugehörigen Ablageflächen sind wohl bei den meisten ein Ort, an dem Chaos herrschen dürfte. Ich nutze nur eine der zwei Seiten meines Schränkchens. Dort befindet sich nur die Zahnbürste plus -pasta, der Rasierer, Rasiergel und Aftershave, Haargel, sowie ein Shampoo und das Deo. Dazu kommen noch eine medizinische Tinktur und Ohrenstäbchen.

Spiegelschrank

Spiegelschrank

Im Unterschrank befinden sich meine große und kleinen Handtücher sowie Waschlappen. Ich besitze zwei große Handtücher, drei kleine, sowie zwei Waschlappen. Mehr benötige ich dort nicht.

Neben dem kleinen Mülleimer befindet sich noch mein Heizlüfter auf dem Boden. Dieses nutze ich im Winter, das es in meinem Badezimmer immer sehr kalt wird und ich wirklich lange heizen müsste, um morgens eine angenehme Temperatur zu erreichen. Mit dem Lüfter ist dies in ein paar Minuten der Fall. Nur beim Baden heize ich mit der Heizung, da mir so der Heizlüfter zu teuer wäre.

Viel mehr ist in meinem Badezimmer nicht zu finden. Muss aber auch nicht. Grundsätzlich finde ich es schön, dass meine Waschmaschine in dem kleinen Zimmer platz findet. Das spart mir den Weg in den Keller. Zudem passt sie genau in die Lücke zwischen Waschbecken und Bad.

Was könnte ich noch minialisieren?

Optimierungspotential hätte ich noch, was die Seife und das Shampoo angeht. Aber beim Shampoo bin ich eigen, auch wenn ich es nur zweimal die Wochen nutze. An den restlichen Tagen reicht mir Wasser zum Waschen aus, weil ich eine sehr empfindliche Kopfhaut habe. Seife nutze ich, weil ich damit so elend lange auskomme, einen Seifenspender mit flüssiger Seife. Wenn diese leer sein sollte, werde ich dazu über gehen, mir meine flüssige Seife selbst herzustellen. Soll ganz einfach sein.

Vorrat: Eins

Eine Kleinigkeit gibt es noch zu erwähnen: Ich habe von allen wichtigen Verbrauchsgütern, wie Zahnpasta, Waschmittel oder Duschgel noch eine Packung in Reserve. Da ich manchmal etwas schusselig sein kann, habe ich schon mal vergessen, etwas neu zu kaufen und stand dann ohne das entsprechende Produkt da. Was sehr ärgerlich ist. Deswegen habe ich immer eines, aber auch nur eines, in meinem Vorratsschrank. So weiß ich genau, wenn ich etwas verbraucht habe, ist eine neue Packung bereits vorhanden und ich habe genug Zeit, eine neue zu besorgen.

5 Tipps für ein minimalistisches Badezimmer:

  • Habe so wenig Zeug im Badezimmer, wie möglich.
  • Reduziere deine Anzahl an benutzen Produkten, wie Reiniger, Kosmetik oder Waschartikel.
  • Habe für alles einen festen Platz.
  • Halte Flächen frei von Zeugs. Freie Flächen strahlen Ruhe aus.
  • Entferne alles, was nicht ins Badezimmer gehört.

So sieht mein minimalistisches Badezimmer aus. Wie sieht es bei dir aus? Wo bist du besonders minimalistisch? Was könnte bei dir noch weg?

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11 Kommentare

  1. Im Bad hab ich vor einem Jahr einen Umzug initiiert. Einmal das Bad komplett leer geräumt, alles geputzt (als würde die Vormieterin groß putzen), besichtigt, Sachen reduziert und eingezogen. Bei Parfums bin ich wieder auf 6 gekommen. Sonst hab ich alle mir ausgedachten Zahlen beibehalten.

    Die + 1-Regel hab ich damals übernommen. Das Plus hast du wohl schon wegreduziert. 🙂

    In der nächsten Wohnung hätte ich gerne eine Badewanne und einen Toplader im Bad. Wie du. Hier ist kein Platz. Dafür hab ich den Balkon. 🙂

  2. Hallo Daniel,
    interessanter Einblick. Badezimmer-Utensilien zu minimalisieren finde ich besonders spannend für Zeiten, zu denen man sich auf Reisen befindet. Wenn man sich daran gewöhnt hat mit wenig auszukommen, fällt das Reisen leichter. Ich entwöhne mich derzeit von meiner elektrischen Zahnbürste. Das gute Stück (ca. 6 Jahre alt) will aber einfach ihren Geist nicht aufgeben. Rasieren ist auch so ein Thema gewesen. Mit Seife und Pinsel oder die Sprühdose? Seife und Pinsel sind leichter und ich glaube umweltfreundlicher, die Dose aber um einiges praktischer und schneller.

    Gruß Marco

    • Ich denke, der erste Schritt ist es, sich soweit zu verkleiner, wie es geht und dann ggfls. über entsprechende Alternativen nachzudenken. Seife und Pinsel habe ich vor Jahren mal getestet, aber ich kam damit überhaupt nicht klar. Ich habe auch ein Waschgel ausprobiert, welches gleichzeitig als Rasiergel herhalten sollte, was aber mal total gar nicht ging. Ich denke, auch hier sollte jeder für sich entscheiden, was er braucht und wie sehr er sich verkleinern kann.

  3. Oh, spannend!
    Bei mir sieht es ähnlich aus: Schwamm, Natron für Peeling, ein Stück Seife zum Duschen, eines für die Hände, Handtücher, Zahnputzzeug und Öl zur Haut- und Haarpflege.
    Da ich zum Geburtstag immer auch Seife bekomme, werde ich diese Vorräte erstmal die nächsten Jahrzehnte aufbrauchen ;D

    • Jaja, die liebe Vorratshaltung… =D
      Aber grade als Frau bist du da schon sehr minimalistisch. Kann man sich nur als Vorbild nehmen!

  4. sehr interessant, ich versuche auch alles möglichst gering zu halten,
    bei mir kommen halt noch medikamente und lesestoff neben der toilette hinzu.
    Und make up 😉

    Duschgel kannst du im prinzip auch weglassen, schweiß ist wasserlöslich, richtig dreckig wird heute eh niemand mehr.
    Auf Shampoo verzichte ich seit nem halben jahr auch komplett, meine kopfhaut freut sich darüber.

    • Du hast recht, dass ich das Duschgel weglassen könnte. Aber für mich ist das eine Art Belohnung. Ich nutze nur hochwertiges Duschgel und Deo. Ich mag den Duft und bei manchen auch, wie sich die Haut danach anfühlt. Deswegen bin ich da noch nicht umgestiegen.

    • Wenn es einem nicht an allen Ecken und Enden schwer gemacht werden würde, dann würde ich mich auch noch weiter verkleinern. Aber du hast in deinem Artikel vom 27. September 2015 ja selbst geschrieben, was es alles für Vorschriften und Hindernisse gibt.
      Wenn ich mir was wünschen würde, dann wäre es, in einem Kleingarten zu wohnen. Kleinen Haus, ein Garten drum herum. Herrlich. Allerdings darf man in diesen nicht wohnen. Und Bauwagen habe für mich immer so einen politischen Beigeschmack.
      Also: Wäre es möglich, würde ich es zumindest schon mal getestet haben…

  5. Wir haben es etwas anders gelöst. Ein kleiner Schrank in dem alles platz findet. So steht draußen nichts rum und es macht immer ein sehr aufgeräumten eindruck. Wenn man Duschgel und co benötigt nimmt man es sich einfach raus und Packt es im Anschluss zurück.

    viele grüße

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