Minimalismus, Technik
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Nachdem ich nun über ein Jahr diesen Blog selbst hoste, habe ich mich dann doch endlich mal mit dem Thema eMails befasst. So habe ich es nach mehreren Versuchen dann doch geschafft, mir eine eigene Mailadresse mit Domainendung zu klicken.
Natürlich müssen die alten Mails noch eine gewisse Zeit nachgesendet werden, weshalb ich nun alle alten Mailadressen auf die Neue umleite.

So richtet sich mein Fokus im Moment etwas intensiver auf das Thema eMails. Und so ist mir mal wieder aufgefallen, wie viel Mist ich eigentlich jeden Tag bekomme. Zwar ist kaum etwas davon Spam, aber dennoch sind die vielen Mail nervig. Und da ich auch sämtliche Accounts auf die neue Mailadresse umstellen muss, fasse ich eh alles einmal an.
Also wird nicht nur umgeleitet, sondern auch abgemeldet und gelöscht, was das Zeug hält. Ich kann nicht genau sagen, wie viele Accounts und Newsletter diesem Prozess schon zum Opfer gefallen sind, aber auch das ist ausmisten, wenn auch nur digital.

Ich möchte hier mal wieder den Fokus in Eure eMail-Postfächer lenken und dazu aufrufen, ebenfalls mal jede einzelnen Mail zu überdenken und sich von nicht mehr benötigtem zu trennen.
Dies ist aber keine Aufgabe für nur ein paar Stunden. Es kann Monate dauern, bis man sich bei allem abgemeldet hat.
Oder kennt Ihr noch alle Eure Accounts, die Ihr Euch in den letzten zehn Jahren im Netz geklickt habt?

Vor Jahren habe ich schon einmal eine solche Aktion in Angriff genommen und dabei festgestellt, dass manche Seite sich teilweise jahrelang nicht melden und dann irgendwann flattert eine Mail ins Postfach und die Arbeit beginnt. Wie war mein Accountname? Wie das Passwort? Wo trage ich mich aus dem Newsletter aus? Wie kann ich meinen Account selbst löschen oder löschen lassen? Wen muss ich dazu anschreiben?
Das alles kann schon mal einige Minuten in Anspruch nehmen und ist arbeit. Aber das Ergebnis, ein sauberes Mailpostfach, ist die Mühe allemal wert!

12 Kommentare

  1. Guter Beitrag!
    Ich habe fast gar keine Newsletter. Die paar wenigen, kommen so selten, dass ich permanent vergesse, sie abzubestellen 😀
    ich weiß gar nicht, wozu diese Dinger eigentlich gut sind. Normale E-Mails schreibt eh fast keiner mehr (und ich meine persönliche Mails statt Snailmailbriefe)

    • Es wird ja oft mit Gutscheinen gelockt und dann sind viele ja einfach nur zu faul, sich wieder abzumelden. Und schon flatter immer wieder Mist ins Postfach…

  2. @MarkRitter82 sagt

    Super interessantes Thema. Nicht nur die Accounts liegen lassen, sondern sich aktiv wieder abmelden. Ich bin dabei…

  3. Hi Daniel,

    mit der neuen Website krieg ich auch eine neue Mail-Adresse. Dann rette ich doch nur die Sachen rüber, die ich brauche, lösche den Rest und mache mich unerreichbar. Ist das nicht bei dir genauso? Oder verstehe ich gerade was nicht? F+T. Frauen und Technik. 🙂

    Liebe Grüße
    Die Reduzierte

    • Ich weiß nicht mehr wirklich, welche Sachen zu welchem Mailaccount gehören. Ich bin nun seit 15 Jahren im Netz unterweg und da kommen mit der Zeit einige Mailadressen zusammen. Damit nix weg kommt, werden die Mail vom alten (oder andere Mailadressen) auf die Aktuelle weitergeleitet. Bis man dann einen Mailaccout wirklich zumachen kann, vergehen schon mal ein/zwei Jahre. Denn Problem ist: Gibt’s die alte Adresse nich mehr, so kann es sein, dass man die Mailadresse auf einer Webseite gar nicht mehr ändern kann. Deshalb Mailaccounts nie zumachen, sondern laufen lassen.
      Außerdem weiß man ja nie, wer noch welche Mailadresse benutzt. Mir passiert es auch, dass ich mich wunder, warum die eine angeschriebene Person nicht meldet, bis sich irgendwann herausstellt: Die nutzt eine neue Adresse. Die meisten machen sich ja nicht die Mühe mit dem Weiterleiten…

  4. Nachdem Ende letzten Jahres mein PC eingegangen ist, habe ich danach auch so eine Aktion gestartet als ich mein neues Mailprogramm eingerichtet habe.

    Alle Newsletter, die ich ewig schon nicht ansehe, habe ich abgemeldet. Seitdem ist es viel ruhiger geworden.

    lg
    Maria

  5. @MarkRitter82 sagt

    Nicht erschrecken. Ich habe deinen Artikel als Aufhänger für meine aktuelle Podcast / youtube Folge genommen. Danke für die Anregung noch einmal und Gruß.

  6. Hi Daniel,
    die gleiche Aktion habe ich im Januar gefahren und der Aufwand war gar nicht sooo groß – die Erleichterung im Postfach ist aber doch beachtlich. Kann ich auf jeden Fall sehr empfehlen.

    Viele Grüsse
    Ina

  7. pfffh. Zuerst habe ich mir gedacht “das ist ja nichts Neues …”, dann dachte ich mir “die Newsletter, die ich nicht mag, filter ich eh automatisch in den Spam-Ordner”, dann habe ich mir gedacht “aber im Spam-Ordner schau ich regelmäßig nach, ob irrtümlich wichtige Absender dort gelandet sind” und letztlich bin ich jetzt dran gesessen und habe ein dutzend Newsletter abbestellt.
    haha!

  8. Hallo Daniel,

    sehe das ganz ähnlich! Habe vor einer Woche auf meinem Blog paar Tipps veröffentlicht, wie man minimalistischer leben kann. Einer lautete:

    – Trage Dich aus jedem Newsletter aus, den Du bekommst, aber nicht mehr liest. Dies gilt selbstverständlich auch für meinen Newsletter.

    Wenn man die Newsletter liest, sind sie allerdings für Leute, die nicht auf den Social Media unterwegs sind und RSS Feed nicht kennen, eine gute Möglichkeiten, an lesenswerte Blogs dran zu bleiben.

    Viele Grüße

    Christof

  9. Diese Erfahrung hab ich auch die letzten Tage gemacht und festgestellt dass es die meisten Newsletter eigentlich recht einfach machen mit dem abbestellen. Um so schlimmer dass man, bzw. ich, trotzdem diesen Mailterror einfach akzeptieren.

    • Es ist halt einfacher, die Mails zu löschen als nach dem Link in der Mail zu suchen und ein paar Mal zu klicken. Schlimm sind nur die, die sich nicht abbestellen lassen. Habe ich ein/zwei von und das ärgert mich regelmäßig…

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