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Geld oder Leben?

Bei den nachstehenden Text handelt es sich um die Einleitung meines endliche wiederveroffentlichten Buches “Geld oder Leben? Ein alternativer Umgang mit Geld,
nicht nur für Minimalisten”. Derzeit ist es via Amazon Kindle erhältlich. Andere eBooks-Shops sowie die Veröffentlichung auf Patreon folgt in den nächsten Tagen. Dann wird es auch endlich wieder Videos geben. Versporchen! 😉

Als ich die erste Version dieses Buches Ende 2014 unter dem Titel „Finanzen für Minimalisten – Ein alternativer Umgang mit Geld“ veröffentlichte, war ich mit dem Inhalt überaus zufrieden. Damals wie heute fasste ich in diesem Werk meine gesammelten Erkenntnisse über meinen Umgang mit Geld zusammen. Allerdings wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sich meine finanziellen Situation einige Monate später komplett verändern würden.
Ich schrieb dieses Buch während ich in einen festen, geregelten Arbeitsverhältnis steckte. Mehr noch: Ich würde behaupten, dass ich finanziell ziemlich gut aufgestellt war. Auch wenn ich keine Unsummen verdiente, so war mein Gehalt als Leiter von zwei Abteilungen und Mitglied der Geschäftsleitung in einem angesehenen Unternehmen im Finanzsektor mehr als ausreichend für mich.
Trotzdem gab ich kaum Geld aus. Nicht weil ich geizig war, sondern einfach weil ich alles Materielle besaß, was ich mir wünschen konnte. Und trotzdem steckte ich mehr als die Hälfte meines Gehalts in mein virtuelles Sparschwein.

Heute ist meine finanzielle Situation eine komplett andere!

Laut den offiziellen Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Armutsgrenze im Jahr 2016 bei einem Jahreseinkommen von 12.765€, was auf den Monat gerechnet 1.064€ ausmacht (Quelle). Mein heutiges monatliches Einkommen liegt weit unter dieser Grenze. Wobei ich aber noch etwas über dem Grundsicherungs- oder ALG2-Niveau liege.
Erwähne ich dies in Gesprächen, ernte ich oft mitleidige Blicke. Denn die allgemeine Vorstellung lässt vielen Menschen glauben, dass man mit „sooo wenig“ kein gutes Leben führen kann. Dem muss ich aber vehement widersprechen! Denn es könnte mir nicht besser gehen!
Wie ich später noch erläutern werde, können wir uns in unserer Gesellschaft zwischen Geld und Zeit entscheiden. Es mag natürlich Ausnahmen geben. Aber entweder jemand hat viel Geld und wenig Zeit, oder aber viel Zeit und wenig Geld. So kann Zeit doch Geld sein, wobei ich es umgekehrt sehe: Geld ist Zeit!
Heute sehe ich viele Dinge wesentlich differenzierter als noch vor der Erstveröffentlichung. Was ich aber definitiv behaupten kann: Alles, was ich damals hier in diesem Buch zusammengefasste habe, bildete die Grundlage, um auch mit viel weniger monatlichen Einkommens, ein sehr gutes Leben zu führen! Hätte ich nicht über ein Jahrzehnt an meinem Verständnis von und Umgang mit Geld gearbeitet, wäre ich mit Sicherheit „auf die Klappe geflogen“, wie wir hier im Ruhrgebiet sagen. Mein sehr defensiver, dafür aber sehr kreativer Umgang mit Geld halfen mir, mit dieser für viele wohl schwierigen Situation mit Leichtigkeit umzugehen.
Dies ging nicht ohne weitere Anpassungsprozesse. Natürlich musste ich herausfinden, wie ich mit dieser neuen Situation am Besten umgehe. Aber auch hier half mir meine sehr „alternative“ Sicht auf Geld. Meine Erfahrungen der letzten drei Jahre sind nun in die zweite Revision dieses Buches geflossen.

work in progress

Aber ich weiß auch, dass dieses Buch kein abgeschlossenes Werk ist. Als ich Anfang 2017 die erste Version mit der Idee der Überarbeitung wieder in die Hand genommen habe, schlug ich die Hände überm Kopf zusammen. Es war unglaublich, wie ich mich sprachlich, als auch inhaltlich weiterentwickelt hatte.
Als ich mich dann an die Überarbeitung setzte, stellte ich fest, dass ich das ganze Buch am besten hätte neu schreiben müssen. Was ich in Teilen auch tat.
Im Zuge meiner Recherchen für mein nächstes Buch über das Thema „Konsum“ merkte ich aber auch, wie sehr sich diese beiden Themen überschneiden. Ich verzweifelte ein bisschen bei der Überarbeitung und beendete diese vorerst im Sommer mit dem Ergebnis, dieses Werk erst mal nicht wieder zu veröffentlichen.
Ich stelle aber in Gesprächen immer wieder fest, dass viele Menschen sehr an diesem Thema interessiert sind und mich bei Finanzfragen immer wieder zurate ziehen. So habe ich mich dann doch wieder an die Überarbeitung gesetzt und diese zweite Revision zusammengestellt.
Ich bin ehrlich: 100% zufrieden bin ich mit dieser Version nicht. Auch wenn es auf dem aktuellen Stand ist, hätte ich noch Monate an der Erweiterung arbeiten können. Aber alle Punkte, die in dieser Version nicht mehr enthalten sind, werden definitiv im hoffentlich Ende 2018 veröffentlichten „Konsum-Buch“ enthalten sein. Auch werden in Zukunft weitere Kapitel in dieses Werk einfließen. Natürlich als kostenfreie Updates.

Das Buch gibt es als Kindle-eBook. Ich möchte aber auch, dass jeder Mensch, der dieses Buch lesen möchte, es auch lesen kann. Ganz egal, wie gut er finanziell aufgestellt ist. Dieses Buch wird es via Amazon, aber auch über viele weitere eBook-Shops geben. Zudem wird es für meine Patreon-Unterstützer als kostenloser Download verfügbar sein. Geplant ist auch eine gedruckte Version. Aber erst, wenn ich denke, dass das Werk auch wirklich fertig ist!
Aber auch wer kein Geld hat, soll dieses Buch lesen können. Wer noch kein eigenes Geld verdient oder zu wenig zu Leben hat, kann sich gerne bei mir per Mail unter derschlichte@posteo.de melden. Dann finden wir sicherlich eine Möglichkeit.

Zum Schluss möchte ich mich noch für deine Unterstützung dieses Blog- und Videoprojektes „Die Entdeckung der Schlichtheit“, als auch des Minimalismus-Podcast, denn ich zusammen mit Michael betreibe. Ohne diesen Support über die letzten Jahre hinweg, würde ich heute bestimmt nicht an dieser Stelle stehen! Vielen Dank!

Dein Daniel

7 Kommentare

  1. Amazon mag ich nicht. Welche anderen Bezugsquellen gibt es für das aktuelle Buch?

    • In den nächsten Tagen sollte das Buch in allen anderen eBook-Shops erscheinen.
      Daneben wird es Ende der Woche für alle Patreon-Unterstützer als kostenloses Goodie zu haben sein. Ansonsten schreib mir dcoh einfach eine Mail und welches Format du benötigst! 😉

  2. Ich lese zur Zeit gerade keine Bücher mehr, nehme eine Auszeit. Falls ich aber mal wieder etwas lesen werde, komme ich auf alle Fälle auf Dein Buch zurück. Ich selbst lebe zur Zeit aus einem Rucksack und geniesse meine Freiheit die damit einhergeht.

    • Nur ein Rucksack wäre für mich nichts. Würde auch doof aussehen, in der Wohnung nur einen Rucksack zu haben… =P

  3. Claudia sagt

    Hallo Daniel, danke für den heutigen informativen und durchaus auch vergnüglichen Lese-Abend. Ich stand zwar erst vor dem Problem, dass ich gar kein Kindle o.ä. habe (auch kein Smartphone), aber wie sich herausstellte, konnte ich dein Buch auch von meinem ollen Laptop aus lesen… Meine Stimme ist jetzt etwas trocken, da ich meinem Mann quasi vorlesen “musste”, aber ich habe es sehr genossen, mit ihm einiger deiner Thesen direkt besprechen zu können. Manches handhaben wir ähnlich wie du, manches waren interessante Denkanstöße, bei machen Dingen ertappten wir uns, wie schnell blöde kleinere Konsum-Angewohnheiten zur Routine werden (der berühmte Schokoriegel z.B.). Bei deinen Umschlag-Budgets hätte ich Bedenken so viel Geld im Haus zu haben. Bei unserer Bank haben wir für diesen Zweck (übrigens kostenlose) Tagesgeldkonten: Für Sonderausgaben für unsere Kids, für Heizöl, fürs Auto, für Tierarztkosten usw.
    Liebe Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,
      es freut mich, dass dir ein paar der Thesen weiterhelfen konnten.
      Da ich das buch noch nciht als final ansehe, gibt es auch noch keine gedruckte Version. Dein Hinweis zum Bargeld Zuhause wird auch in die nächste Version einfließen!
      Ich habe natürlich das Geld meiner Budgets auch nicht im Haus. Es gibt ja auch schon bei der Bank kleine Schließfächer für um die 10€ im Jahr. Zum Thema Bargeld recherchiere ich grade und da wird in der nächste Zeit auch ein Artikel oder Video zum Thema kommen. Denn nur wenn wir Bargeld nutzen, können wir der Lobby, die dieses abschaffen will, auch erfolgreich entgegenwirken…

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