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Verkaufen

Heute möchte ich die von mir genutzten Wege beschreiben, um meine gebrauchten Gegenstände noch zu Geld zu machen. Ich versuche die einzelnen Methoden so gut wie möglich nach dem Aufwand zu sortieren und möchte mich auch auf die gängigsten Methoden beschränken:

Kleinanzeigen
Eine Kleinanzeige auf den vielen verfügbaren Internetseiten zu schalten ist relativ einfach. Ein Bild und ein Text, sowie die Preisvorstellung reichen meistens aus.
Der größere Aufwand sind aber die vielen Mails die auf die Anzeige einprasseln. Grade bei elektronischen Geräten bekomme ich schnell in sehr schlechtem deutsch verfasste und sämtliche Rechtschreibung ignorierende Nachrichten, in denen alles versucht wird, einen über den Tisch zu ziehen. Dabei ist die häufigste Frage „Was sein letzta Prais?“. Somit verbietet es sich auch in der Kleinanzeige seine Rufnummer anzugeben.
Zusätzlich kommen auch immer häufiger Tauschanfragen, die aber ebenfalls oft keine ernstzunehmenden Anfragen sind.
Wenn ich erkennen kann, dass die Anfrage ernst gemeint ist, was schwieriger ist, als man meint, werden entweder per Mail oder Telefon einige Fragen beantwortet und ein Termin zur Übergabe gemacht. Hierbei empfiehlt es sich, nicht unbedingt wegen der Übergabe Termine zu verlegen, weil es doch recht häufig vorkommt, dass die Interessenten ohne vorheriges Abmelden, einfach nicht erscheinen.
Warum tut man sich denn diesen ganzen Aufwand überhaupt an?
Im Grund eignen sich Kleinanzeigen vor allem im regionalen Umfeld bei Möbeln und anderen großen, aber auch teuren Gegenständen, bei denen ein Versand zu teuer ist. Bei diesen Gegenständen sind auch die Käufer nicht soo schwierig. Aber vor allem kosten diese Kleinanzeigen weder Einstellgebühren noch Verkaufsprovisionen. Und so lässt sich, mit dem höchsten Aufwand, der beste Preis erzielen. Zudem entfällt das Verpacken und das verschicken, was Zeit in Anspruch nimmt.
Vorteile: hoher Verkaufspreis, keine Gebühren
Nachteile: hoher Kommunikationsaufwand, Ungewissheit, ob Gegenstand überhaupt verkauft wird, ggfls. lange Verkaufsdauer

Internetauktionen
Bei einer Internetauktion ist der Einstellaufwand höher, es wird meist ein guter Preis erziehlt (wenn die Auktion nicht grade an einem Wochentag um 2:30 Uhr ausläuft). Der Kommunikationsaufwand ist vergleichsweise gering. Schön ist auch, dass man meist sichergehen kann, dass der Artikel auch nach Ablauf des eingestellten Auktionszeitraums verkauft ist. Es bleibt aber ein Risiko bei dem Verkaufspreis. Mal hat man Glück, mal Pech, mal springt mehr, mal weniger Geld bei heraus.
Daneben behalte ich immer die zu erwartenden Kosten im Auge. Einstell- und Verkaufsgebühren lassen sich mit einem der zahlreichen Gebührenrechner errechnen und so gut einschätzen. Diese sollten gedanklich, neben den Versandkosten, vom Verkaufspreis abgezogen werden, um die wirklichen Einnahmen zu errechnen.
Vorteile: meist garantierter Verkauf nach Auktionsende, durchschnittlicher Verkaufspreis ist angemessen
Nachteile: Gebühren, ungewisser Verkaufspreis

Amazon-Marketplace
Auch über den großen Internetversandhändler Amazon lassen sich gebrauchte Gegenstände verkaufen. Für das Einstellen wird eigentlich nur die entsprechende Artikelnummer eingegeben und ein Preis festgelegt. Und schon wird der Artikel zum Verkauf angeboten.
Ob und wann es zu einen Verkauf ist ungewiss. Aber wenn man selbst den günstigsten Preis anbietet, sind die Artikel oft schnell verkauft. Allerdings sollten immer die Gebühren im Auge behalten werden, da diese den Spaß an dem eingenommenen Geld schmälern können. Dafür wird schon beim Einstellen angezeigt, was nach Abzug der Gebühren abgezogen wird. Der Verkaufspreis fällt grade bei Medien oft höher aus, als bei einer Auktion, vor allem bei älteren Medien.
Interessant ist aber auch, dass TradeIn-Händler immer versuchen den günstigsten Preis um einen Cent zu unterbieten. So kann es schon mal etwas länger dauern, bis der Gegenstand verkauft wird.
Es sollte auch beachtet werden, dass das eingenommene Geld nicht sofort, sondern erst nach einige Wochen auf das eigene Konto ausgezahlt wird.
Vorteile: wenig Einstellaufwand, bei günstigstem Preis oft schnell verkauft, bei älteren Medien wesentlich besserer Verkaufspreis als bei Auktionen, Medien ab 18 können hier verkauft werden
Nachteile: recht hohe Gebühren, ungewisser Verkaufszeitpunkt, verzögerte Auszahlung

TradeIn-Händler
Wenn man aber Wert auf möglichst wenig Aufwand und seine Sachen sofort los sein will, kann man diese bei den vielen TradeIn-Händlern verkauften. Am besten auf der Seite werzahltmehr.de die entsprechende Artikelnummer eingeben und sich den besten Verkaufspreis raussuchen. Nach der Anmeldung, der Eingabe sämtlicher Nummern und einer Einschätzung des jeweiligen Artikelzustandes, erhält man den ungefähren Verkaufspreis. Ungefähr, weil sich die Anbieter sich vorbehalten, je nach Zustand, später noch kleine Beträge abzuziehen. Alle zu verkaufenden Gegenstände werden nun verpackt und oft kostenlos an den Händler geschickt.
Einige Tage später erhält man die Nachricht, dass alles angekommen sowie geprüft worden ist und welchen endgültigen Preis man ausgezahlt bekommt, wenn man den Verkauf zustimmt. Das Geld ist einige Tage später auf dem Konto.
Hier bekommt man mit den geringsten Aufwand einen niedrigen Preis für seine Gegenstände.
Vorteile: schneller Verkauf, wenig Aufwand
Nachteile: geringer Verkaufspreis

Dies sind die von mir bekannten und genutzten Wege, um für meinen alten Krempel noch etwas Geld zu bekommen. Ich bevorzuge im Moment den mittleren Weg. Oft habe ich aber auch den selben Artikeln in einer Kleinanzeige und bei Amazon eingestellt.

Auf welchem Weg lässt Du Deine gebrauchten Gegenstände los um noch etwas Geld dafür zu bekommen? Wie sind Deine Erfahrungen?

4 Kommentare

  1. Hallo Daniel,

    bei ebay Kleinanzeigen hab ich 2 Sachen zum halben Preis verkauft.

    Erst kam das Geld. Dann hab ich die Software verschickt. Mit Adress-Aufklebern innen. Wegen den Förderbändern der Post. Von meinem handysüchtigen Girl ging mal das Aufladekabel verloren. Seitdem achte ich darauf. Kabel kam zwar wieder. Aber das Girl machte wochenlang Terror!

    Nr. 2 war ein Kinderstuhl. Ein Familienprojekt:
    Ich : Anzeige getextet.
    Der Vatter: Gartenschlauchaufsatz gekauft.
    Das Girl: Stuhl abgespritzt.
    Die Katze: Legte sich rein.

    Viel Spaß beim Sachenverkaufen.

    LG Tanja

  2. Julia sagt

    Hallo Daniel,
    mich hat seit einigen Wochen ebenfalls der Minimalismus gepackt und ich mache mich jetzt auch auf den Weg. Deine Einschätzung der Verkaufsmöglichkeiten finde ich daher super hilfreich, dankeschön.

    Hauptsächlich für Frauen kann ich den Kleiderkreisel noch vorstellen. (Natürlich dürfen Männer dort auch verkaufen/tauschen.)
    In den Kleiderkreisel kann man alles von Klamotten zu Kosmetik über Taschen und Schuhen verkaufen oder tauschen.
    Der Aufwand ist im Vergleich wahrscheinlich ziemlich hoch, weil man die Kleidungsstücke alle abfotografieren muss. Zusätzlich wird empfohlen „Tragebilder“ zu veröffentlichen, was natürlich nochmal aufwändiger ist, aber mehr Erfolg verspricht.

    Ich habe gute und schlechte Erfahrungen dort gemacht. Man muss selber etwas darauf achten, dass man keine Verluste macht (z.B. Ware erst versenden, wenn das Geld auf dem Konto ist etc.). Wenn man sich unsicher ist die Kontodaten herauszugeben, bietet sich die Bezahlung über Paypal an, allerdings verliert man darüber als Verkäufer auch etwas Geld.
    Vorteile: Keine Gebühren; wenig kommerziell; direkte Auszahlung
    Nachteile: Hoher Aufwand; ungewisser Verkaufszeitpunkt
    (Ich hoffe, das war auch einigermaßen hilfreich.)

    Da ich durch das Ausmisten jetzt sehr viele Kleidungsstücke auf einmal aussortiert habe, werde ich wohl die nächste Gelegenheit nutzen und mich auf einen Flohmarkt stellen.

    • Hallo Julia, vielen Dank für deinen Kommentar und dass ich Dich durch diesen in meine Readerliste aufnehmen konnte!
      Kleiderkreisel schein bei Euch Damen des öfteren Anklang zu finden, wie mir scheint. Aber ich als Mann habe mit meinen Klamotten weniger Probleme und die abgetragenen Sachen will eh keiner mehr haben. Deshalb haue ich alles in die Altkleidersammlung (natürlich nur von den guten Unternehmen).
      Was mir aber spontan zu deiner Beschreibung eingefallen ist: Es gibt im Unperfekthaus „Klamottentauschpartys“. Hier gibt’s dazu weitere Infos: http://www.unperfekthaus.de/projekte/klamottentauschparty War zwar noch nie dort, aber das ist wohl weniger Aufwand, als alles abzufotografieren und einstellen zu müssen.

      lg daniel

      • Julia sagt

        Danke, eine Tauschparty habe ich sogar auch schon besucht, man muss aber darauf achten wie sie organisiert sind, sonst kommt man am Ende mit der gleichen Anzahl Kleidungsstücke wieder raus.
        Aus abgetragenen T-Shirts habe ich schon Garn hergestellt. Gerade T-Shirts ohne Nähte an den Seiten eignen sich da super zu.

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