Ernährung
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Schöne neue Essenswelt

Bildschirmfoto 2015-09-24 um 16.23.47Eigentlich wollte ich nur irgendeine interessante Doku schauen, während ich etwas esse. Dabei stieß ich in der WDR-Mediathek auf die Doku „Schöne neue Essenswelt: Die Angst vor Weizen, Milch & Co.“. Und ich muss sagen, dass mich diese dann doch sehr zum Schmunzeln gebracht hat.

Kurz zum Inhalt: Es geht um die vielen Intoleranzen, die Menschen in der heutigen Zeit zu laktose- oder glutenfreien Lebensmitteln greifen lassen. Wobei nur ein kleiner Teil der Leute, die solche Produkte kaufen, wirklich von einer Intoleranz betroffen sind. Vielmehr geht es, wie bei viele anderen Ernährungskonzepten auch, einfach nur um ein (gutes) Gefühl, welches sich beim Essen einstellen soll. Auch der gegenwärtige Trend zu veganer Ernährung wird aufgegriffen.

Zum Schmunzeln hat mich die Doku deswegen gebracht, weil viele natürliche, aber vermeintlich schlechte oder einfach nur tierische Produkte durch industriell hergestellte Chemiebomben ersetzt werden. Einfach nur, damit diese als laktose- oder glutenfrei bzw. vegan gelten. Müssen komische Leute sein, die sich über Analogkäse aufregen, aber dafür veganen Käse futtern…

Ich persönlich ernähre mich, nicht nur nach solchen Maßstäben, ziemlich schlecht. Trotzdem habe ich mich viel mit dem Thema Ernährung befasst und muss sagen, dass ich bis heute kein besseres Konzept finden konnte, als das, welches Michael Pollan in seinen Büchern „Lebensmittel – Eine Verteidigung gegen die industrielle Nahrung und den Diätenwahn“ und “64 Grundregeln ESSEN“ beschreibt. „Essen Sie Lebensmittel, nicht zu viel und überwiegend Pflanzen“ ist seine Empfehlung. Ziemlich einfach und total einleuchtend… Oder nicht?

6 Kommentare

  1. Ich kann mit den ganzen vegetarischen Industrieprodukten auch nichts anfangen. Gesünder sind sie sehr wahrscheinlich nicht. Wir halten es daher auch mit Michael Pollan. Der oben zitierte erste Satz aus seinem Buch sagt eigentlich alles, was man wissen muss 🙂

    • Ich habe die Bücher von Pollan vor Jahren gelesen und habe bisher nix besseres gefunden. Würde mich gerne so ernähren, aber ich schaffe das einfach nicht.

  2. Meine Achtsamkeitsdiät hat mir ein für alle mal klar gemacht, dass fremde Ernährungsempfehlungen einfach nichts bringen. Jeder muss selbst seinen Körper kennenlernen und erforschen, welche Nahrung einem gut tut.
    Schade, dass es so mühsam zu erlernen ist 😀

    • Eine “Achtsamkeitsdiät” ist natürlich auch ein, wenn auch langfristige Möglichkeit, sich seine eigene Ernährung zusammenzustellen.
      Bei mir ist es eher so, dass ich eigentlich genau weiß, wie ich mich ernähren müsste, aber es absolut nicht hinbekomme…

  3. Hallo Daniel,
    bei der Ernährung ist glaube ich vor allem der Punkt “nicht zu viel” entscheidend und ein ungefähres Gefühl, was zu viel ist, hat man in der Regel. Man weiß ja eigentlich, dass drei Stücke Käsekuchen irgendwie mehr sind als man bräuchte. Aber Ernährung ist ein ganz dickes Brett was manches mal fast religiöse Züge annimmt. Definitiv sehr komplex. Danke für den Link zu den 64 (Endlich mal nicht 10, oder gleich 100) Grundregeln. Gruß, Marco

    • Die beiden Bücher von Pollan sind wirklich das einzige, was man zum Thema Ernährung wissen muss. Würde vielleicht noch die China Study hinzufügen. Aber mehr braucht man nicht…

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